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Komodo Trip Adventure

4 Tage / 3 Nächte mit dem Boot nach Flores

Einzigartige Erfahrungen auf dem Weg nach Komodo

Tolle Schnorchelspots, riesige Mantas, Red Beach, Komodo Village und Komodowarane hautnah!

 

Der Trip nach Komodo stand schon seit langem auf meiner To Do Liste. Es ist eine einzigartige Erfahrung, die sich wirklich lohnt! Ich liebe das Meer und die Zeit auf dem Boot war toll. Absolute Ruhe und wunderschöne Eindrücke. Was mich besonders beeindruckt hat waren die Schnorchelspots und die tollen Farben unter Wasser. Der Manta Point war ein Highlight. Und natürlich die Insel Komodo mit einem wunderschönen roten Strand, dem Komodo Village, das ich in Deutschland schon in Dokumentationen super interessant fand und natürlich die riesigen Komodowarane, die man auf Komodo und Rinca bewundern kann.

Start in Bangsal, Lombok

Gestartet sind wir in Lombok. Wir haben uns am Mittwoch um 9 Uhr im Café Lombok getroffen. Los ging es allerdings erst um 11:30 Uhr. So hat man aber genug Zeit für die Registrierung und letzte Besorgungen. Auf dem Schiff gibt es nichts zu kaufen, darum sollte man sich mit allem eindecken. Man hat zwar bei manchen Stopps die Möglichkeit Snacks und Bier zu kaufen, aber es macht Sinn schon etwas dabei zu haben. Wenn die anderen Boote schneller sind, kommt es vor, dass das Bier bereits ausverkauft ist. So war es zum Beispiel bei uns!

Schlafen auf dem Deck

Nach einem kurzen Briefing geht es zum Schiff.  Für 1.500.000 IDR schläft man mit den anderen auf dem Deck. Wir haben uns direkt den besten Platz auf dem Deck gesichert. Direkt neben dem Ausgang, damit man nicht immer über alle drüber klettern muss. Von Luxus kann hier keine Rede sein, aber es ist absolut okay für ein paar Tage. Jeder bekommt eine Matte, ein Kissen und eine Decke.

In der Nacht sollte man auf jeden Fall die Fenster hinter sich zu machen. Sonst wird es bei hohem Wellengang ungemütlich nass.

Zwar ist nach einem Tag sowieso alles feucht und klebrig, aber man muss es ja nicht provozieren 🙂

Schlafen in der Kabine

Für 2.500.000 IDR bekommt man eine kleine Kabine. Es waren zwei Familien mit Kindern mit uns auf dem Boot, die in den Kabinen geschlafen haben. Viel passt in die Kabinen nicht. Man bekommt einen Raum, in den nicht mehr als die Matratze passt und unter dem Bett hat man die Möglichkeit seine Sachen zu verstauen.

Ich war mit der Matratze auf dem Deck zufrieden und die Abende mit der Gruppe waren immer lustig. Wir hatten Glück, dass wir eine sehr ruhige Gruppe hatten. Insgesamt waren wir 25 Leute. Die Abende waren gechillt und es gab keinen Stress. Wie unser Guide Mr. D uns berichtet hat, war das aber eher ein Glücksfall und ab und zu kann ein Abend auch mal im Chaos enden.

Verpflegung auf dem Boot

Die Boote sind sehr spartanisch. Es gibt keine Dusche und kein Frischwasser. Selbst die Kaffeetassen werden mit Salzwasser gewaschen. Nach vier Tagen wünscht man sich dann schon das Salzwasser mal abwaschen zu können. Regen tut es vorübergehend aber auch 🙂

Es gibt zwei Toiletten, die die ganzen vier Tage sauber gehalten wurden. Allerdings ohne Waschbecken und Spiegel. Fürs Zähneputzen nimmt man einfach eine Flasche Wasser und das große Waschbecken 🙂

Im Preis sind drei Mahlzeiten enthalten. Die Mahlzeiten sind hauptsächlich vegetarisch. Zum Frühstück gab es Pancakes oder Toast. Zum Mittag- und Abendessen Reis mit verschiedenem Gemüse, Kohl und Tempeh. Nur an einem Abend gab es Hühnchen dazu. Wer Glück hat, fängt unterwegs einen Fisch oder einen Tintenfisch,  das war bei uns leider nicht der Fall. Man gewöhnt sich dran. Schlecht war es nicht. Aber alle hatten Heißhunger auf Burger, als wir wieder an Land waren 🙂

 

Erster Tag

Start in Lombok und Schwimmen am Sugian Bay

Am ersten Tag sind wir gegen 12 Uhr in Bangsal gestartet. Man ist den ganzen Tag mit dem Boot unterwegs, auch über Nacht. Der einzige Stopp ist Sugian Bay am Nachmittag. Dort kann man kurz vom Boot springen und sich erfrischen. Es waren zufällig einige Kinder am Strand, die uns an Land gewunken haben, um uns zu zeigen, wie man eine Kokosnuss vom Baum holt. Unser Kokosnussvorrat war damit auch erst mal gedeckt!

Zweiter Tag

Spaziergang zum Wasserfall auf Moyo Island und Schnorcheln bei Santonda Island

Nach einer spannenden Nacht auf See mit hohen Wellen und unruhigem Schlaf, sind wir, alle etwas zerknittert und müde, beim zweiten Stopp angekommen.

Moyo Island – eine fast unbewohnte Insel im Norden von Sumbawa und die letzte Möglichkeit für die Crew den Frischwasservorrat aufzufüllen oder Decken im Fluss zu waschen (der Fluss wurde von der Crew tatsächlich genutzt, um die Decken zu waschen).

Für uns war es die letzte Möglichkeit zu “duschen”, bzw. im Wasserfall zu baden. Der Wasserfall ist nach einem fünfzehn minütigen Spaziergang durch den dichten Wald erreicht und die Mutigen können auch noch ein paar Meter die Felsen hochklettern und den Natural Pool genießen.

Leider war das Wetter nicht besonders gut und es hat die ganze Zeit geregnet.

Santonda Island – ist nur ein paar Stunden von Moyo Island entfernt und liegt ebenfalls im Norden von Sumbawa. Hier hat man die Möglichkeit mit dem Speedboat auf die Insel zu gelangen, um ein paar Snacks oder Bier zu kaufen (wenn es nicht schon ausverkauft ist). In der Mitte der Insel befindet sich ein Krater mit einem Salzsee. Der See ist schnell zu erreichen, da die Insel nicht besonders groß ist. In der Bucht kann man super schnorcheln. Viele verschiedene Fische tummeln sich in den bunten Korallen und das Wasser ist sehr sauber und klar.

Dritter Tag

Trekking auf Laba Island, Schnorcheln mit Mantas am Manta Point, Relaxen am wunderschönen Red Beach und Besuch in Komodo Village

Auch in der zweiten Nacht war das Boot die ganze Zeit unterwegs. Im Gegensatz zur ersten Nacht, war die See sehr ruhig und ich konnte richtig gut schlafen.

Morgens gegen 7 Uhr erreichten wir Laba Island. Die Insel liegt weiter auf dem australischen Kontinent und das Klima und die Natur sind viel trockener als noch auf Moyo oder Santonda Island. Die Insel ist völlig unbewohnt und es gibt kein bisschen Zivilisation.

Auf dem Programm stand Trekking. Es war sehr heiß und die Sonne extrem, einige haben es nicht auf den höchsten Punkt geschafft. Nach der Rinjani Tour schreckt mich nichts mehr ab, daher waren die 1,5 Stunden Trekking in der Sonne eher Kindergarten für mich.

Die Aussicht war der Hammer!

Ich hatte mich schon auf eine Abkühlung im Wasser gefreut, aber daraus wurde nichts. Überall im Wasser waren Quallen und dann hat auch noch jemand die Klospülung betätigt. Sehr schlau, wenn das Boot gerade steht. Erste Regel: Spüle niemals ab, wenn das Boot steht. Denn wer will schon in Scheiße schwimmen?

Der zweite Stopp war dann aber mehr als eine Abkühlung.

Manta Point! Für mich ein absolutes Highlight. Unser Guide Mr. D meinte vorher, dass die Chance einen Manta zu sehen bei 80 Prozent liegt. Versprechen kann man nichts. Wir waren alle überwältigt, dass es so viele Mantas waren. Wir waren alle beeindruckt von diesen unglaublich großen Tieren! Ich hatte beim Tauchen schon mal einen Manta gesehen, allerdings war er weit entfernt und es war nicht zu erkennen, wie groß er wirklich gewesen sein muss. Es war schon ein bisschen beängstigend als die Mantas unter einem her geschwommen sind. Manchmal waren es drei auf einmal und jeder war 5 bis 8 Meter groß. Wenn sie zu nah kamen, ist schon mal eine kleine Panik bei dem ein oder anderen ausgebrochen. Sie sind zwar nicht aggressiv oder gefährlich, aber anfassen sollte man sie nicht. Dann kann es schon mal ungemütlich werden.

Es war wirklich unglaublich! Einige hatten sogar das Glück einen kleinen Hai zu sehen!

Nach ein paar Stunden erreichten wir dann Komodo. Erster Stopp auf der Insel war der Red Beach.

Ein unglaublich schöner Strand mit kristallklarem Wasser und super feinem Sand. Perfekt zum Relaxen.

Und kaltes Bier gab es auch! Lieferung frei Boot!

An den Felsen gab es auch einiges unter Wasser zu sehen. An einigen Stellen sieht es mehr aus, wie der Elefantenfriedhof in König der Löwen.

Das Highlight des Red Beach ist natürlich der rote Sand. Rote Korallen färben den Sand leicht rot. Ich war bereits an einem Pink Beach in Lombok. Dort habe ich das Pink im Sand wirklich nicht erkennen können. Aber der Red Beach macht seinem Namen alle Ehre. Wunderschön!

Komodo Village liegt nicht weit vom Red Beach entfernt. Wir haben in der Bucht vor Komodo Village übernachtet und hatten so die Möglichkeit vor dem Abendessen das Dorf anzuschauen. Ich habe schon mehrere Reportagen und Dokus über Komodo und das Dorf gesehen und habe mich riesig gefreut, dass wir mit dem Wassertaxi rüber fahren konnten.

Das Dorf ist sehr arm, die Leute haben viele Kinder und leben ausschließlich von Fischerei. Männer sieht man wenige, da sie alle auf See sind, um Geld zu verdienen.

Das Dorf ist das einzige auf Komodo. Die Häuser sind alle auf Stelzen gebaut. Zum Schutz vor Wasser und vor allem zum Schutz vor den Komodo Waranen, die ab und zu das Dorf besuchen. Vor allem nachts. Das letzte Kind, das gestorben ist und von einem Komodo Waran gefressen wurde, ist auf dem Weg zur Schule vom Weg runter in den Busch, um auf Toilette zu gehen. Die Vorfälle sind mittlerweile aber selten. Ich glaube, das war 2010.

Das Menschen im Dorf leben sehr traditionell und sind Moslems. Wenn die Frauen keine Söhne bekommen, werden sie irgendwann aus dem Dorf verbannt. Denn nur Männer können Geld verdienen und wichtige Aufgaben übernehmen.

Das Dorf liegt sehr abgelegen von der restlichen Zivilisation und das Leben dort ist nicht einfach. Die Partnerwahl ist also auch eher eingeschränkt und man kann vermuten, dass das ganze Dorf miteinander verwandt ist.

Sobald man das Dorf über den Steg betritt, kommen Kinder auf einen zu gestürmt,  die nach einigen Minuten nach Geld fragen. Wir haben beschlossen uns von einem kleinen Mädchen rumführen zu lassen und ihr dann dafür ein wenig Geld zu geben. Wir hatten eigentlich auch vor einzukaufen und Snacks mit aufs Boot zu nehmen. Nach unserem Einkauf konnten wir nicht anders, als alle unsere Süßigkeiten unter den Kindern zu verteilen.

Vierter Tag

Komodo Nationalpark, Rinca Island und Ankunft in Labuan Bajo

Wir haben in der letzten Nacht auf dem Boot in der Bucht vor Komodo übernachtet. Da Komodowarane schwimmen können, haben sich die meisten die Abkühlung im Wasser gespart.

Morgens sind wir dann zum Komodo National Park gefahren. Es war ein mulmiges Gefühl auf der Insel zu sein. Bevor man die Insel betritt wird man gefragt, ob man seine Tage hat. Das müssen die Ranger wissen, denn die Komodowarane riechen das Blut Kilometerweit.

Alle waren etwas angespannt und haben die ganze Zeit um sich geguckt.  Als wir die Ranger erreicht haben, gab es ein kurzes Briefing und Schauergeschichten und wir sind los in den Wald. Tatsächlich sieht man im Wald kaum Warane. Man muss schon sehr Glück haben einen der 1300 Komodowarane  im Wald zu Gesicht zu bekommen. Sie sind sehr gut getarnt und haben wahrscheinlich auch die Schnauze voll von Touristen.

Wir hatten aber Glück! Auf dem Hügel haben wir dann einen Komodowaran gesehen, der sich gesonnt hat. Zuerst dachten wir die Ranger machen Spaß. Der Komodowaran sah im ersten Augenblick aus, als wäre er aus Holz. Er hat sich nicht bewegt. Aber dann haben wir realisiert, dass wir besser Abstand halten.

Wo man immer Komodowarane sehen kann…. ist, wie nicht anders erwartet: Die Küche der Insel. Auch die Komodowarane sind mittlerweile nicht mehr ganz so wild. Sie wissen, wo es was zu Essen gibt! Als einer aus unserer Gruppe etwas in seiner Tasche gesucht hat, wurde einer der Warane ganz nervös und dachte, es gibt was zu essen.

Im Anschluss an den aufregenden Spaziergang auf der Insel, gab es noch ein zweites Frühstück und dann ging es direkt weiter nach Rinca Island.

Rinca Island gehört ebenfalls zum Komodo Nationalpark. Die Insel ist super schön und vom Hügel hat man eine tolle Aussicht.

Auf dem Weg vom Boot zum Park, geht man vorbei an Mangroven, in denen Salzwasserkrokodile leben. Die Krokodile bekommt man nicht zu Gesicht, aber man sieht viele Affen und manchmal auch Wasserbüffel.

Wie auch auf Komodo, tummeln sich die sichtbaren Exemplare der Komowarane in der Nähe der Küche. Auf Rinca Island haben wir keinen Komodowaran auf  unserem Weg durch den Wald gesehen.

Bevor das Boot den Zielhafen in Labuan Bajo auf Flores ansteuerte, konnten wir uns alle noch mal beim Schwimmen und Schnorcheln in Kelor Island erfrischen. Kelor Island liegt eine Stunde mit dem Boot von Labuan Bajo entfernt. Die erste Dusche nach vier Tagen war also nicht mehr weit.

Nach vier Tagen gemeinsam auf dem Boot, konnte man schon eine leicht genervte Stimmung in der Gruppe spüren und alle waren froh, als Labuan Bajo in Sicht war. Ich hatte keine sauberen oder trockenen Klamotten mehr und alles war klebrig!

Dusche und Burger essen!

Am Abend haben wir uns alle zum Fisch essen in einem Warung getroffen und haben den Abend in der Reggae Bar Paradise mit Live Musik ausklingen lassen.

Labuan Bajo ist nicht besonders groß und es gibt nicht allzu viel sehen. Was mir direkt aufgefallen ist, ist, dass es neben dem Gesang der Moschee auch christlichen Gesang aus den Kirchen gibt. Flores ist zu 90 Prozent katholisch, aufgrund des Einflusses der Portugiesen.

Zurück nach Lombok ging es am nächsten Morgen mit dem Flugzeug von Labuan Bajo über Bali. Die Airlines haben immer Verspätung, wir haben unser letztes Boot zurück auf die Gilis in Lombok natürlich verpasst und haben eine Nacht in Senggigi übernachtet.

Alles in allem war es ein absolutes Erlebnis und eine coole Erfahrung. Wir haben in den vier Tagen sehr viel erlebt und viel Spaß gehabt. Wer nicht unbedingt Luxus braucht, sollte diese Tour auf jeden Fall mit in seinen Indonesien Urlaub einplanen!