In den Dörfern von Lombok


Mein Wochenende in den Dörfern von Lombok

… fernab von Strand, Tourismus und easy life

von dem Gefühl der erste Tourist im Dorf zu sein bis zur traditionellen Hochzeitsfeier war alles dabei

Ich habe mich überwunden und meine Lieblingsinsel Gili Meno mal für ein paar Tage verlassen. Ich wurde von einem Freund aus Lombok, den ich auf der Rinjani Trekking Tour kennengelernt habe, in die Dörfer von Lombok eingeladen. Mir hat die Ruhe auf Gili Meno auf jeden Fall ein bisschen gefehlt, aber ich habe viel gesehen und tolle Erfahrungen gemacht.

Wir haben uns in Senggigi getroffen und wollten dann abends in die Mitte von Lombok fahren und uns vorher einen Wasserfall angucken. Aus dem Plan wurde wie immer nichts, denn es fing an zu regnen. Nach einem kurzen Abstecher bei seiner Mutter, sind wir dann direkt durch zu einer Beschneidungsfeier in einem Dorf mitten im Nirgendwo gefahren. Ich war, wie immer, perfekt vorbereitet. Nicht! Da saß ich dann in Hotpans und durchsichtigem Oberteil auf einer muslimischen Feier in einem Dorf, das noch nie ein Tourist betreten hat! Ich kam mir vor wie von einem anderen Stern. Die Frauen und Kinder hatten wirklich noch nie einen Tourist gesehen und alle wollten Händeschütteln. Ich weiß nicht, wie viele Fotos ich an diesem Wochenende machen musste.  Ich war die Attraktion!

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Als wir ankamen, gab es erst mal “Kaffee und Kuchen”. Beziehungsweise alle möglichen Variationen aus süßem Reis 🙂 Hat ganz gut geschmeckt.

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Nach der Feier sind wir mit zu einem Bekannten und wollten eigentlich dort schlafen.

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Schon, als die Leute mich auf dem Roller im vorbei fahren gesehen haben, haben sie gerufen: Tourist! Und jeder hat gewunken und Hello gerufen. Die Mädels finden dann alle an zu kichern, wenn ich zurück gewunken habe. Sehr strange! Aber war auf jeden Fall lustig. Der erste Tourist im Dorf zu sein, kann ich jetzt auch schon mal von meiner Liste streichen.

Erst mal gab es eine luxuriöse Dusche ohne Licht, mit Taschenlampe. Das macht mir mittlerweile gar nichts mehr. Nur die Toiletten sind immer noch eine Herausforderung und manchmal erspare ich mir den ein oder anderen Toilettengang.

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Danach gab es erst mal großes Fotoshooting mit den Dorfkindern. Sehr süß!

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Wir haben uns dann irgendwie umentschieden und sind zu der Schwester von dem Bekannten gefahren. Dort habe ich dann mit der Schwester und ihrem Sohn in einem Zimmer geschlafen. Sie haben mir die Matratze überlassen und haben zusammen auf dem Boden geschlafen. Super lieb, aber irgendwie war es mir doch ein bisschen unangenehm. Ich habe super gut geschlafen. Das Haus ist umgeben von Reisfeldern und in der Nähe ist ein Fluss. Die Geräusche der Natur waren super zum entspannen!

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Am nächsten Tag musste ich mir erst mal festtaugliche Klamotten besorgen, da wir auf eine Hochzeitszeremonie eingeladen waren und da ich nicht schon wieder halb nackt auf einer muslimischen Feier auftauchen wollte. Also ab zum Markt und ein langärmliges Top und eine lange Hose besorgt.

Geopark Rinjani

Wir hatten noch was Zeit und sind dann zu den Wasserfällen im Geopark Rinjani

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Die Wasserfälle sind schön, aber nicht so schön, wie die Wasserfälle in Senaru. Eine gute Abkühlung für zwischendurch, allerdings ist der ständige Regen dort schon Abkühlung genug. Der Eintritt kostet bis zum zweiten Wasserfall 125.000 rp. Für Locals ist der Eintritt frei. Und es waren viele Locals dort. Es war fast schon überfüllt. Ich hab es lieber, wenn nicht so viele Menschen auf einmal da sind.

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Landschaft

Die Landschaft ist super schön. Überall sind Reisfelder und kleine einfache Dörfchen. Allerdings regnet es sehr oft.

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Man sollte sich auf jeden Fall eine Jacke oder ein Regencape einpacken, wenn man dort unterwegs ist. Auf dem Roller kann es dann schon mal kalt werden.

Hochzeitszeremonie in den Dörfern von Lombok

Danach sind wir dann direkt zur Hochzeitsfeier weiter gefahren.

In den Dörfern ist es Brauch vor der Hochzeit zum Haus der Braut zu laufen. Die Strecke war ungefähr einen Kilometer lang. Es ähnelt einer Parade und wirklich jeder aus der Umgebung läuft mit. Die meisten tragen ein traditionelles Outfit und es wird traditionelle Musik aus einem Wagen gespielt, getrommelt und getanzt.

Wir waren natürlich zu spät dran. Ich musste mich schnell in mein neues Outfit zwängen, das mir aufgrund der asiatischen Größe “leicht” zu klein war. Und zu allem Übel war die Zeit zu knapp, dass mein Bikini trocknen konnte und ich hatte nichts zum Wechseln dabei. Sah sehr toll aus mit einem nassen Bikini Abdruck auf dem neuen türkisen Oberteil. Ich werde mir auf jeden Fall jetzt immer Notfallklamotten in meinen Rucksack packen, wenn ich unterwegs bin. Kommt ja doch schon mal öfter vor, dass sich der Plan ändert und ich nicht im Hotel schlafe.

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Es war auf jeden Fall interessant anzusehen. Allerdings war ich froh, als ich wieder in Senggigi war und Ruhe hatte. Überall eine Attraktion zu sein, ist für mich zu anstrengend 🙂  Zwischendurch kam ich mir vor, wie ein Tier im Zoo. Und ich habe schon Muskelkater im Rücken vom ganzen auf dem Boden sitzen. Das bin ich absolut nicht gewohnt.

Es war ein schönes Wochenende und es ist immer wieder schön zu sehen, wie gastfreundlich die Menschen hier sind. Die Landschaft hat mir sehr gut gefallen. Eine Rollertour fernab der Touristengebiete lohnt sich auf jeden Fall.

 

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