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Mein persönliches Fazit 2016


Heiligabend – alles ist anders

Zeit für ein Fazit 2016

 

Heute ist das erste Weihnachten ohne meine Familie.

Anders als geplant. Ich bin mit dem Boot nach Gili Air gefahren, um mit einer Freundin Christmas-Chanukka zu feiern. Sie hat sich entschlossen den Abend lieber mit ihrem Freund im Bungalow zu verbringen. Wir hatten einen netten Abend, aber dass er so früh endet, war überraschend. Für mich war Weihnachten immer eine coole Zeit mit der Family zu verbringen. Heiligabend war immer lustig! Ich muss sagen, ich hatte die letzten Monate recht selten richtig Heimweh. Ich vermisse meine Family, aber Deutschland generell eher weniger bis gar nicht. Jetzt zu Weihnachten kamen da schon mal ein paar Heimeh-Gedanken, so ganz alleine am anderen Ende der Welt. Weihnachtsstimmung kommt hier absolut nicht auf. Ich setze mal auf Silvester! Vielleicht muss mein Weihnachten dieses Jahr genauso sein: Zeit ein Fazit zu ziehen!

Ich sitze gerade in einem absolut schäbigen Bungalow in Gili Air, der eigentlich 150.000 kostet, aber heute an Weihnachten 200.000. Außer ich und meine Freundin wohnt hier keiner. Und das wundert mich ehrlich gesagt nicht! Selbst 150.000 sind zu viel. Traditionelle Lumbung Bauweise aus  Bambus und strohartigem Dach, irgendwie offen und es wimmelt nur so vor Moskitos, Ameisen und ich will es gar nicht wissen und suche gar nicht erst danach. Das Badezimmer ist eine Katastrophe und ich würde hier nicht mal duschen. Die Toilette ist schon eine Herausforderung.

Aber “the question is: who cares?” und die Devise: “lower your expectations please!”

Nach meinem Thailand Urlaub Ende letzten Jahres, war für mich klar, dass ich endlich anfangen muss, meinen Traum zu verwirklichen. Raus aus Deutschland, raus aus dem Hamsterrad und rein in die Welt. Was erleben, andere Menschen treffen… Leben!

Ich habe mich reingehängt, versucht herauszufinden, wie ich das anstellen kann ohne wirklich gespart zu haben. Das war nie wirklich mein Ding. Ich wusste nie wirklich wofür? Haus mit Garten irgendwo am Arsch der Heide auf dem Dorf oder in der Stadt und dickes Auto oder ein Heimkino? Brauch ich alles nicht. Ich habe das Geld nur so rausgepulvert, wie es mir gerade in den Sinn kam. Amazon dies, Party hier, Bla dort! Heute ist heute und morgen ist morgen. Und genau diese Lebenseinstellung haben die Leute hier auch. “Why not, no problem!” “Tomorrow is tomorrow!”

Ganz ehrlich, ich kenne wenige Menschen, die einfach mal Durchziehen, worüber sie seit langem Nachdenken und was sie sich wünschen. Vor allem wenn es eine große Veränderung bedeutet und mit Risiko und Umdenken zu tun hat. Geht ja alles nicht, viel zu gefährlich… stell dir mal vor es passiert dies! Oder hast du auch an das gedacht? Und und und oder oder oder bla bla bla bla! Das macht du eh nicht! Du kommst eh in zwei Monaten wieder!

Solche Gedanken motivieren auf jeden Fall in beide Richtungen. Nicht! Senden und empfangen!

Naja, auf jeden Fall habe ich gegoogelt und mir wochenlang den Kopf zerbrochen. Ich bin schnell auf die digitale Nomaden Bewegung gestoßen und war in der Flut der Informationen leicht unentschlossen und ich habe in zu viele Richtungen gedacht.

Ziel: von überall arbeiten!

Klingt nach einer Herausforderung und anfangs unmöglich, aber nach monatelangem Ausprobieren und Umdenken, findet sich der Weg von selbst. Man muss nur anfangen, daran glauben, dran bleiben und letztendlich alles auf eine Karte setzen. Ich habe Anfang des Jahres neben der normalen Büroarbeit meine Firma aufgebaut, einfach ein Gewerbe angemeldet und dann losgelegt. Mit vielen kleinen Aufträgen gestartet und gemerkt, dass es funktioniert. Mittlerweile mache ich eigentlich das gleiche, wie vorher. Es war so einfach. Und ich habe mich echt gefragt, warum ich nicht direkt auf die Idee gekommen bin. Auf jeden Fall  habe ich nicht lange gewartet und bin los. Ich hatte das Gefühl, es ist der richtige Zeitpunkt und innerhalb kürzester Zeit habe ich alles gekündigt: “Never try, never know!” “Why not? No Problem!” ” Tidak apa apa!”

Aku cinta Indonesia

Erstes Ziel: Indonesien! Warum? Keine Ahnung! Klingt interessant, asiatisch, viele Inseln, nicht überlaufen, viele neue Eindrücke, interessante Natur – Paradise!

Und es war die richtige Entscheidung. Ich wollte nach Ablauf meines Visas eigentlich weiterziehen. Ich war zwischendurch einen Monat in Indien, bin aber danach direkt wieder zurück nach Indonesien. Auch eine crazy Aktion. Aber hat sich richtig angefühlt. Indien war gar nicht auf meiner Bucketlist! Es war interessant, ich habe viel gelernt, aber viel zu stressig und viel zu indisch! Indonesien ist die perfekte asiatische Mischung. Nicht so furchtbar anstrengend wie Indien, nicht so touristisch wie Thailand. Und die Menschen sehr interessant und gechillt!

Aku cinta Gili Meno

Letztendlich bin ich nach der heftigen Rinjani Tour auf Gili Meno gelandet. Ich wollte zwei Tage bleiben und jetzt nenne ich es meine Home Base. Eine paradisische kleine Insel. Honeymoon Island! Kaum was los, keine Autos – quiet! Perfekt zum Arbeiten, außer dass das Wifi schlecht ist und öfter mal der Strom ausfällt. Aber auch das kriegt man schnell eingeplant und passt sich an! Es gibt wirklich nicht viel auf der Insel. Man kann mit dem Fahrrad schnell die ganze Insel umrunden oder mit dem Pferd. Kühe, Hühner und Ziegen leben eigentlich frei. Hunde sind verboten. Und es dauert einige Zeit bis man sich an die frühen Gesänge der Moschee und das nächtliche Krähen der Hähne gewöhnt hat. Hinzu kommen die Partyklänge von Trawangan. Die Insel liegt nur ein paar hundert Meter entfernt und ist mit dem Boot schnell zu erreichen. Viel zu viele Menschen! Aber zum Feiern perfekt! Die Insel ist auf Boote angewiesen. Alles muss transportiert werden. Mit Booten und dann mit den Kutschen. “Sorry, we dont have salad today. We ordered in Lombok, but not yet here!” Wenn man was braucht, muss man mit dem Public Boat nach Lombok fahren. Aber eigentlich braucht man nicht oft etwas!

Shopping…. nur das nötigste! Und so langsam lösen sich meine Klamotten auf… “Who cares?” Sie sind immer noch gut genug!

Mein Ziel war: Weg aus Deutschland

In Deutschland bin ich eigentlich nie richtig angekommen. Hört sich blöd an, wenn man dort geboren ist. Irgendwas hat immer gefehlt. Schon in der Schule hatte ich keine Lust mich zu melden oder an irgendwelchen Aktivitäten oder Veranstaltungen zu beteiligen. Mir war das immer viel zu anstrengend und zu aufgesetzt. Die drei Jahre Ausbildung bei einer Unternehmensberatung waren ätzende und anstrengende drei Jahre. Dieses falsche und aufgesetzte Büroleben war die Hölle für mich! Immer! Morgens aufstehen und jeden Tag den gleichen aufgesetzten Müll. Ich war nie richtig motiviert und der Wecker ist mein Feind!Ich habe andauernd den Job gewechselt oder die Wohnung, damit ich was zu tun hatte und nicht vor Langeweile eingehe. Absolut null Herausforderung und absolut nichts Neues! Irgendwo ist alles gleich unbefriedigend gewesen!

Zu Hause ist immer der Fernseher an und die Leute sind verblendet von der Manipulation und kriegen nichts mit. Kommunikation über WhatsApp oder Facebook und schon Telefonieren wird zur Seltenheit. Ich habe in Deutschland schon länger den Fernseher ausgelassen und mich mit anderen Sachen beschäftigt. Ich habe viel gelesen, recherchiert und mir schnell den Aluhut aufgesetzt. Danach machte die Gesellschaft für mich noch weniger Sinn und die Werte, die vermittelt und angenommen werden, schienen mir nicht richtig Der Gedanke hat sich nur bestätigt seit ich unterwegs bin.

Weg von Engstirnigen, Gradlinigen, Hinterherrennern, Dummschwätzern, ganz Schlauen, Unbequemen, zu Bequemen,  Unsicherheit, Krieg, Realitätsverweigerern, Gutmenschen, Rechten und Linken, Fake-News , Bad News und Verblödung! (……………)!!!!

Meine Beziehungen in Deutschland waren eine Katastrophe. Immer war irgendwas. Vertrauen Fehlanzeige. Viele Leute sind mit sich selbst überfordert und kennen ab einem gewissen Zeitpunkt einfach keine Werte mehr. Von einer sinnlosen Beziehung in die nächste. Null Sicherheit, immer gewappnet auf den nächsten Knall und die nächste Enttäuschung. Bis ich gelernt habe, mich auf mich zu konzentrieren. Im buddhistischen Zentrum habe ich viel gelernt und viel mitgenommen. Aber auch das hat einige Zeit gedauert.

Adeng Adeng!Tomorrow is tomorrow!

Auf meiner Reise habe ich viel gelernt, vor allem über mich selbst. Ich bin nicht mehr so nervös, wie ich es in Deutschland war. “Take it easy!” “Slowly slowly!” oder auf indonesisch “Adeng adeng”!Und ich bin Profi im Alleinesein. Ich mache mir keinen Kopf, was andere über mich denken oder wer das tollste Auto hat oder was ich neues brauche. Ich habe einen Rucksack, meinen Laptop und meinen Bungalow auf Gili Meno. Ich füttere jeden Tag meine Chickens und hoffe auf ein paar Eier am Morgen, um mir ein Omelett zu braten. Habe schon überlegt ein paar Tomaten anzupflanzen. Die ich übrigens in Deutschland nicht mochte!

Mein Tag besteht aus Sonnen am Strand am Morgen, Arbeiten am Nachmittag und Chillen mit den Locals und Freunden am Abend. In einer kleinen Runde, auf dem Boden sitzend und einer schnappt sich die Gitarre.

Die Leute sind viel gelassener. Wenn man in ein Restaurant kommt hat man manchmal das Gefühl die Ruhe der Mitarbeiter zu stören mit seiner Anwesenheit. Es wird viel gelacht und geredet und Politik ist kein Thema. Der Fernseher bleibt selbstverständlich aus oder es gibt gar keinen.

Die Menschen sind sehr naturverbunden. Bis 2010 gab es auf Gili Meno nicht mal Strom. Nur Generatoren, die von 6 bis 18 Uhr liefen. Und wenn nicht, dann nicht! Für alles gibt es eine Lösung. Easy going!

Ich habe so viel gelernt und bin in vielen Hinsichten gelassener. Sauberes Badezimmer und nicht-westliche Toiletten waren anfangs Herausforderungen. Spinnen im Zimmer, Geckos hinter der Toiletten, ein Skorpion als Mitbewohner oder große Lizzards.

Alles kein Problem. Außer die Spinnen sind zu groß oder ich sehe eine Schlange auf dem Weg. Und diese Moskitos! Zerstochen ist gar kein Ausdruck. Meine Beine sehen aus! Mein Fuß war zeitweise so angeschwollen von den Stichen, das war schon nicht mehr schön. Mein ständiger Begleiter ist Autan Spray und eine Flasche Baigon im Zimmer, um die Mistviehcher zu töten! Im Vergleich zu den Locals bin ich immer noch fimschig, wenn es um die Tierchen geht, aber ich werde besser und bin abgehärtet. Ist auch irgendwie lächerlich alles was zur Natur gehört als störend zu empfinden. Man muss sein Denken erweitern und sich einfach mal öffnen und die Energie fließen lassen!

Hier werden einfach viele Sache unwichtig und viele Sachen wichtig.

Mein Fazit 2016

Mein Fazit für dieses Jahr: Absolut die richtige Entscheidung und es war mehr als an der Zeit die Reißleine zu ziehen. Ich habe meinen Traum verwirklicht, bin befreit von materiellen Giergedanken und absolut glücklich. Ich habe keinen Plan, weiß nicht, wie lange ich noch hier bleibe oder ob ich in ein paar Monaten weiter ziehe. Eins weiß ich bestimmt, in Deutschland werde ich nicht leben. Ich plane auf jeden Fall regelmäßig zu Besuch zu kommen, aber langfristig werde ich beklopppt in der heuchlerischen kommerziellen Welt. Es ist natürlich nur meine persönliche Einstellung und mein Wahrnehmen. Vielleicht geht es euch anders.

Für mich lebt es sich hier in dieser Welt einfacher. Gelassenheit, Ehrlichkeit und Zusammenhalt, statt Neid, Lügen und Verblendung. Nicht viel Geld und trotzdem keine Probleme. Geld macht nicht glücklich, es macht es zwar einfacher, aber gewinnen tut man dadurch nicht viel, wenn man alles andere vergisst! Im Leben geht es nicht um dicke Autos, teure Uhren, ein schön gefliestes Badezimmer oder den größten Fernseher. Nichts davon braucht man!

Wenn alles selbstverständlich ist, verliert es doch irgendwo seinen Wert!

Ich bin froh, dass ich in der kurzen Zeit so weit gekommen bin. Genau das war mein Wunsch. Von penibel und anstrengend für mich selbst zu ach komm scheiß doch drauf, wen juckt´s!  Ich brauch gar nichts, außer eine gute Einstellung, Spaß, an dem, was ich mache und gechillte Leute, die mir zeigen, dass es auch anders geht!

Ich habe seit meinem Thailand Urlaub einiges auf die Beine gestellt und hoffe, dass es alles weiter so gut läuft und die Energie weiter auf meiner Seite ist.

Mein neues Ziel ist es, mich irgendwo auf einer Insel niederzulassen, ein kleines außergewöhnliches Bungalow-Projekt zu starten und eine kleine coole Sache aufzuziehen, die ich managen kann! Das wär genau das Richtige für mich! Ich sag mal 5-Jahres-Plan!

Ich könnte noch Stunden so weiter schreiben und der Artikel ist bestimmt ergänzungsbedürftig. Blabla! 🙂  Eigentlich bin ich schon länger an einem Artikel dran, der das Leben und die Leute hier beschreibt und die vielen Unterschiede und Eigenheiten auf einer Insel. Dafür werde ich dann jetzt die Feiertage nutzen.

Das war so ganz grob meines Jahresrückblick und mein Fazit von 2016.

Chaotisch, wie immer, aber absolut zufriedenstellend. Ich habe so viele Menschen mit anderen Lebenseinstellungen getroffen und meinen Horizont absolut erweitert. Und genau das ist der Plan für die kommenden Monate: Kein Plan!

Take it, easy feel free and enjoy!

Lower your expectations, please!

Don´t worry, be happy!

 

Wayward-Gypsy


Welcome to my Travel-Blog wayward-gypsy

Nachdem ich in den letzten Jahren schon einige Länder bereist habe, habe ich mich kurzfristig entschlossen meinen Traum zu verwirklichen und eine Weltreise zu starten.

Ein Zitat vom Dalai Lama ist: ” Besuche einmal im Jahr einen Ort, den Du noch nicht kennst.”

Bei der Namensfindung waward-gypsy hat mir ein Freund geholfen. Übersetzt heißt es unberechenbare Zigeunerin… eine perfekte Beschreibung für mich eigentlich. Denn schon in Deutschland bin ich hundert gefühlte Male umgezogen.

In meinem Blog, möchte ich Euch nicht nur hilfreiche Reiseinfos geben und von meinen Erfahrungen berichten, sondern auch Tipps, wie man sich ein Online-Business aufbaut und seinen Traum von einer Weltreise in wenigen Monaten verwirklichen kann.

Lebe deinen Traum!