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Public Transport in Indien


Ob Zug oder Bus – Public Transport in Indien ist immer ein Spaß

Um in Indien günstig von einem Ort zum anderen zu kommen, nutzt man am besten den Public Transport. Bus und Zug fahren kostet, je nach Entfernung, oft nur ein paar Cent oder Euro. Luxus bekommt dafür natürlich nicht. Höchsten Air Condition…

Zug fahren in Indien

Zumindest in der General Class ist es richtig günstig… das heißt dann aber auch manchmal Stunden warten, bis ein Platz frei wird oder man klettert auf die Gepäckablage, sofern da noch ein freier Platz ist.

Je nach dem, wie lange man fährt, kann man auch ruhig mal die General Class wählen. Es macht wirklich viel Spaß und man trifft auf viele verschiedene Leute und Familien. Die Fahrt nach Bangalore fand ich furchtbar. Wir sind nachts spontan nach Bangalore gefahren und hatten kein Bett. sondern mussten irgendwie im Sitzen und zusammen gequetscht in der General Class versuchen ein bisschen Schlaf zu bekommen. Ich hatte so Nackenschmerzen als wir angekommen sind.

Je nachdem, von wo nach wo man in Indien fährt, kann der Zug auch mal über 50 Stunden brauchen. Das würde ich wirklich nicht empfehlen. Meine längste Fahrt war von Goa nach Cochin, ca. 15 Stunden in der Sleeper Class  und ich war nicht einmal auf Toilette 🙂 Ich bin in Goa auch erst mal in den falschen Zug eingestiegen und hatte bis zum nächsten passenden Bahnhof, um umzusteigen, eigentlich gar kein Bett. Zum Glück trifft man immer auf nette Leute und die haben mir dann ein Bett abgegeben. #Mitleid mit der Weißen ohne Plan 🙂 Es war aber auch alles verwirrend alleine an diesem Bahnhof und die Durchsagen waren, wie immer, nicht zu verstehen.

Auch wenn man die Sleeper Class bucht, hat man nicht immer die Möglichkeit auch in seinem Bett zu liegen. Denn wenn den anderen Leute gerade nicht nach schlafen ist, werden die Betten nicht ausgeklappt und man muss ausharren. Wenn man seine Ruhe will, sollte man das obere Bett wählen.

Am besten ist es immer noch einen Platz an der Tür zu ergattern und seine Füße während der Fahrt aus dem Zug baumeln zu lassen. Ich hatte anfangs zwar Angst, aber man muss nur an den Bahnhöfen mit den Füßen aufpassen. Richtig entspannend. Und der Wind,  der einem um die Ohren bläst, macht das Ganze erträglicher. Man fühlt sich, wie im Film 😉

Zufahren in Indien ist wirklich eine Erfahrung. Im Zug gibt es eine sehr vertrauenerweckende Küche und Essen für die Langstreckenfahrer.

Und am Bahnhof rennen auch die Biryani-Reis-Verkäufer auf und ab, sobald ein Zug hält. Auch wenn man das Essen im Zug nicht kauft, ist man am Ende der Reise brainwashed und hat das Gefühl man braucht jetzt dringend eine Portion Biryani-Reis oder Tomatosoup 🙂

Wir hatten in Bangalore richtig Spaß!

Mattias hatte noch Cookies über (die leckeren Chili-Masala Cookies :-P) und ist erst mal mit gerannt und hat die Cookies verteilt! Die Leute im Zug haben sich mega gefreut: “You are like an Indian!”

An einem Morgen musste ich mir dann doch was zu Essen kaufen: Käsebrot und Omelett. War nicht so appetitlich 🙂

Bus fahren in Indien

Die Busse sind nicht besonders modern, wie zu erwarten. Die Straßen sind schlecht und man kommt sich vor, wie auf einer Achterbahnfahrt. Die meisten Busfahrer fahren wie Gestörte. Und die Busse sind natürlich voll. Aber es gibt extra Frauensitze!

Manche Busse ähneln auch eher Partybussen. Es läuft immer ein Bollywood Kanal 🙂

 

 

Der Nachtbus war recht komfortabel muss ich sagen. Man konnte zwar mit dem Geruckel auch nicht besonders gut schlafen, aber besser als die Züge und man hat wirklich seine Ruhe. Ist aber auch etwas teurer…. aber trotzdem nicht teuer.

 

Wer in Indien unterwegs ist, sollte auf jeden Fall den Public Transport nutzen.. Dabei statt mittendrin! Man sieht zwar keine Züge, an denen die Leute von außen hängen, aber es ist trotzdem eine coole Erfahrung <3

 

 

 

Ein paar Tage in Goa


Strand, Tattoo-Mission und Beamtenbestechung bei der Goa Traffic Police

Es war eine lustige Zeit, aber…

… für meinen Geschmack ist Goa viel zu touristisch

Ich hatte nur ein paar Tage in Goa am Strand. Was auch nicht so schlimm war. Ich mag Goa nicht besonders. Ich habe zwar nicht viel gesehen, aber ob der Rest so toll ist, bezweifel ich mal an dieser Stelle. Die Strände sind nichts Besonderes und es ist die erste Anlaufstelle für Touristen, aus dem Ausland und Inland. Positiv ist, dass der Alkohol im Vergleich zum Rest des Landes wirklich viel günstiger ist. Was aber wiederum auch der Grund für alle Inder ist nach Goa zu fahren. Wir waren in der Nebensaison da und trotzdem war es recht überlaufen. Das Essen ist teuer und schmeckt absolut nicht indisch, weil die Köche mit den Gewürzen geizen, um die Touristen nicht damit zu verschrecken, dass es zu scharf ist. Selbst, wenn man nach scharfem Essen fragt, bekommt man es nicht. Und wenn auf der Speisekarte in Indien Fingerfood steht, weiß man, dass man wirklich an einem sehr touristischen Ort ist. Denn: Inder essen alles mit den Fingern!

… die Strände in Goa fand ich auch nicht so besonders

Das ist wohl der Grund, warum meine Foto-Ausbeute mehr als mau ist. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich zu verwöhnt bin. Und ist Geschmackssache…

Aber immerhin gab es eine German Bakery….

… nur leider kein Brot! 🙁

…. und die Krankenhäuser sind schön

… und absolut modern!

Mein Reisepartner Mattias hatte sich ein paar Wochen vorher beim Rafting im Ganga River eine Infektion eingefangen, die eigentlich nur Ratten und Hunde bekommen. Die Symptome kamen wieder und wir dachten uns, wir gehen lieber mal in Krankenhaus. Man weiß ja, dass der Ganga River nicht zum Schwimmen geeignet ist, aber der Guide meinte auf die Frage, ob es wirklich okay ist: Klaaar! Das ist doch heiliges Wasser…

So habe ich wenigstens mal ein indisches Krankenhaus von innen gesehen und war froh, dass ich mir nichts eingefangen habe. Ich hatte echt Glück. Ich war übersät mit Moskitostichen und hatte Angst vor Dengue Fieber und die Local Restaurants sahen auch nicht immer ganz steril aus. Ist ja noch mal gut gegangen!

Mein Grund nach Goa zu fahren: Tattoo Mission

Ich habe mir vorgenommen in jedem Land ein Tattoo machen zu lassen. In Indien macht man es am besten in Goa. Und es war wirklich eine gute Entscheidung und dafür hat es sich schon gelohnt.

An dieser Stelle noch mal Danke, Duncan! Inkfidel in Anjuna kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen. Er nimmt sich Zeit, arbeitet sehr genau und wir hatten viel Spaß!

…. und der Weg nach Anjuna, bzw. zurück war auch sehr spannend

Goa Traffic Police und Beamtenbestechung

Das Tattoo hat von drei Uhr nachmittags bis spät abends gedauert. Zum Glück hatten wir einen Roller gemietet, da in Goa die Taxi Mafia regiert. Man hört ja oft von der russischen Mafia, aber es ist eher die Taxi Mafia 🙂 Die Taxen haben ihre eigenen Preise und einen guten Draht zur Regierung. Die Preise sind unglaublich hoch, verglichen zum Rest von Indien. Auch wenn man überall White Tax bezahlt 🙂

Wir haben den Roller eher illegal gemietet. Die Roller für Touristen haben gelbe Schilder, wir hatten ein weißes. Wir hatten keinen Führerschein dabei und auch keinen Helm. Also mehr kann man eigentlich nicht falsch machen.

Als wir in Anjuna losgefahren sind, fing es natürlich erst mal an zu regnen. Und es war richtig kalt und wir hatten keine Jacken dabei.

Prompt gerieten wir in die erste Polizeisperre… die nachts wohl üblich sind auf dem Highway.

Die Polizei hatte, glaube ich, ein wenig Mitleid, weil es so geregnet hat. Mit ein paar dummen Ausreden kamen wir ganz gut weg. Aber ich musste weiterfahren, weil ich meinen Führerschein wenigstens im Hotel hatte. Und ich wusste in dem Moment nicht mal mehr, wie man einen Roller startet 🙂 Aber das haben wir auch gut gelöst. Mattias hat gentlemanlike den Roller für mich bereit gestellt und nach ein paar Metern haben wir wieder getauscht 🙂

Und da kam schon die nächste Polizeisperre. Ich hatte als Beifahrer noch den Helm auf. Das ist auch nicht erlaubt, denn der Fahrer muss den Helm aufhaben.  Aus der Nummer kamen wir so schnell nicht wieder raus. “How do you want the problem to be solved? Unsere erste Frage war natürlich “How much?” Aber so einfach geht das mit der Bestechung dann doch nicht. Nach etlichen Diskussionen, Geschichten und immer der gleichen Frage, warum wir keinen Führerschein und keine Papiere haben, durften wir endlich bezahlen. Und auch da hatten wir Glück. Mattias hatte nur 340 Rupees im Portmonnee. “Das ist alles, was ich habe, wir sind keine Touristen, wir sind Traveller. Das ist eigentlich für mein Essen morgen.” Und der Polizist hatte so Mitleid, dass er Mattias 40 Rupees wieder zurückgegeben hat.

Es war eine spannende Nacht und um vier Uhr morgens sind wir klatschnass, durchgefroren und mit nur 300 Rupees weniger im Hotel angekommen.

Goa gefällt mir zwar nicht besonders, aber wir eine lustige Zeit!

 

 

Dudhsagar Plantation & Farmstay – Goa


Schöne Cottages, umgeben von einem Palmengarten und Plantagen

Perfekt für Naturliebhaber und um in familiärer Atmosphäre ein paar Tage zu entspannen

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Während meiner Indientour wurde ich von Ashok in das Farmstay auf der Dudhsagar Plantation im Herzen von Goa eingeladen. Da ich immer ohne große Pläne unterwegs bin, habe ich die Einladung spontan angenommen. Schon mein erster Eindruck von der Homepage war super, aber als wir angekommen sind, war ich richtig begeistert. Und es hat sich wirklich gelohnt.

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Wir hatten ein paar sehr entspannte Tage – perfekt um sich von dem Trubel in den Städten und dem Stress der Indientour zu erholen. Ich war in der kurzen Zeit, die ich in Indien nur aufgrund meines 30 Tage Visums war, viel unterwegs und Zeit zum Entspannen ist selten, wenn man nur ein paar Tage an einem Ort hat und man möglichst viel sehen möchte.

Die andere Seite von Goa – fernab von Tourismus und überfüllten Stränden

Das erste, was einem in den Sinn kommt, wenn man an Goa denkt, ist: Strandurlaub und Party. Vor allem indische Touristen fahren nach Goa, um zu feiern. Dabei hat Goa sehr viel mehr zu bieten und es gibt neben den Stränden viel zu sehen.

Dudhsagar Plantation & Farmstay

Das Farmstay liegt im Süden von Goa am Fuße der Western Ghats. Wir sind mit dem Zug von Hampi bis Kulem gefahren. Von dort aus sind es nur wenige Minuten mit dem Auto oder mit dem Bus.

Eigentlich! Wir dachten uns, wir versuchen mal das Farmstay auf eigene Faust zu finden und nehmen den Bus. Es war natürlich der falsche Bus und wir sind erst mal in die komplett falsche Richtung gefahren. Wie immer in solchen Momenten hat man keinen Empfang oder das Akku vom Handy ist leer. Nach einiger Zeit planlosem Herumirren, haben wir dann erst mal unser Handy geladen und Ashok angerufen, der uns dann abholen musste 🙂

Angekommen auf der Plantage, konnten wir erst mal einen leckeren Herbal Tee genießen und nach der langen Anreise von Hampi relaxen. Die sechsstündige Zugfahrt in der General Class war alles andere als entspannt, aber wie immer lustig zwischen den ganzen Locals.

Cottages

Das Farmstay ist wirklich der perfekte Ort zum Entspannen. Umgeben von einem wunderschönen Palmengarten und Plantagen, kann man die Stille und die Natur genießen und die vielen verschiedenen Vögel und Schmetterlinge beobachten.

Die Cottages sind liebevoll eingerichtet und vor allem das Badezimmer hat mich sofort begeistert. Duschen unter Palmen oder dem Sternenhimmel! Fantastisch!

Die Nächte waren sehr erholsam und ich habe richtig gut geschlafen bei den Jungle-Sounds 😉

Plantage & Spice Tours

Besonders interessant war der Spaziergang durch die Plantagen. Ich finde es immer spannend so etwas zu sehen. Man sieht viele Dinge, die man sonst nur fertig abgepackt aus dem Supermarkt kennt und man macht sich wenig Gedanken, wie und wo es eigentlich angebaut wird.

Neben Gewürzen, wie Pfeffer und Chilis werden auf der Plantage Heilpflanzen, Früchte und tropische Bäume wie Kokospalmen, Cashewbäume, Betelbäume und Teak angebaut.

Besonders gefreut habe ich mich über die Flasche selbst hergestelltes Kokosöl. Ich liebe Kokosöl und schwöre drauf. Man kann es für fast alles verwenden.

Auf der Dudhsagar Plantation wird alles biologisch angebaut und gekocht wird selbst hergestelltem Biogas.

Aus den Cashews wird Schnaps gebrannt. Goa ist bekannt für Cashew Fenny. Es gibt eine leichte und eine stärkere Variante, die an Korn erinnert und auch als Medizin verwendet wird.

Die Spice Tour kann man übrigens auch ohne Übernachtung buchen und lohnt sich auch als Day Trip in Kombination den Waterfalls.

Plantagenbesuch (Spice Tour)

Umgebung

Die Umgebung eignet sich perfekt für Spaziergänge durch die Wälder oder angrenzenden Dörfer.

Nur 15 Minuten entfernt liegt ein Fluss. Der Fluss ist sauber und super zum Erfrischen.

Dudhsagar ist bekannt für den Dudhsagar Waterfall. Da ich den Wasserfall selber nicht besucht habe, verlinke ich hier mal 🙂

Dudhsagar Waterfall

Außerdem kann man den Besuch auf der Dudhsagar Plantation mit anderen Orten in der näheren Umgebung kombinieren, wie zum Beispiel dem Mollem National Park, Tambdi Surla Temple, Salaulim Dam oder dem Rivona and Netravali Wildlife Sanctuary.

Mir hat das Relaxen und die nähere Umgebung absolut gereicht und war perfekt zum Entspannen. Man muss ja nicht immer alles sehen. Die anderen Sehenswürdigkeiten habe ich mir für meinen nächsten Besuch auf der Dudhsagar Plantation aufgehoben 🙂

Wir hatten ein paar sehr relaxte Tage. Das hausgemachte Goan Food war super und die Abende waren sehr entspannt. Bei einem Fenny-Longdrink und interessanten Gesprächen mit Ashok hatten wir viel Spaß und eine tolle Zeit.

Ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch im Januar!

Schaut mal rein und gönnt euch ein paar Tage Entspannung auf der Dudhsagar Plantation

Karmane Village, Mollem National Park
403410 Goa / India
TEL +91 832 2616231 / +91 976 536 4456 / +91 942 076 6782
E-mail: dudhsagarplantation(at)gmail.com

Die Farm

 

 

 

Hampi – Unesco World Cultural Heritage Site


Hampi – Kultur, Tempel und die Hippie Insel

Von Bangalore nach Hampi

Wir sind von Bangalore mit dem Nachtbus nach Hampi gefahren. Die Busse sind sehr komfortabel und wenn die Straßen nicht so holprig wären, könnte man auch gut schlafen.

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Nach Hampi kommt man nur über Hospet. Hospet ist 12 km von Hampi entfernt. Der Bus von Bangalore kommt ca. gegen 6:30 Uhr in Hospet an. Ab sechs Uhr fahren Local Busse für 10 Rupees nach Hampi. Bei redbus.in kann man die Busse buchen, allerdings ist eine Zahlung mit Visa oder Mastercard nicht möglich. Man muss einen Local fragen, ob er die Zahlung online machen kann. Viele Touristen, die wir getroffen haben, wussten nicht, dass der Bus nicht direkt nach Hampi fährt, weil man bei redbus direkt Hampi als Ziel auswählen kann.

Von Hampi nach Goa

Wir sind mit dem Zug nachher von Hampi nach Kulem in Goa gefahren. In Hampi versuchen die Ticketbüros lediglich Bustickets zu verkaufen und sagen, es gibt keine Tickets mehr für den Zug oder es gibt eine Warteliste. Das stimmt nicht. Am Bahnhof kann man noch Tickets kaufen. Das einzige Problem ist, dass man von der Hippie Insel nicht so früh auf die andere Seite des Flusses kommt und die Fahrt mit dem Tuc Tuc kostet dann morgens 800 Rupees für 40 Kilometer. Wir waren ca. eine Stunde unterwegs. Die Boote fahren täglich von 8 bis 17 Uhr.

Hippie Insel in Hampi

Hampi ist unterteilt in zwei Bereiche. Auf der einen Seite sind die meisten Sehenswürdigkeiten, einige schöne Shops und man kommt gut und schnell wieder nach Hospet. Es wird gesagt, dass man dort nicht Rauchen und keinen Alkohol trinken kann, daher habe ich mich für die andere Seite des Flusses entschieden – die Hippie Insel. Dort sind viele Guesthouses und Bars und Restaurants. Es ist sehr touristisch und hat mir nicht gut gefallen. Auch wenn ich die Gelegenheit genutzt habe mal etwas westliches zur Abwechslung zum indischen Essen zu essen. Es gibt alles von westlichem Frühstück, richtigem Kaffee bis zu Pizza und Pasta. Und es schmeckt alles sehr gut. Wenn man indisch essen möchte, sollte man auf jeden Fall erwähnen, dass man richtiges indisches Essen haben möchte, da die Restaurants die Gerichte für Touristen zubereiten und die Schärfe oft komplett weglassen.

Man trifft auf viele Touristen von Israel, die nicht gerade zu meinem Lieblingstouristen gehören. Sehr alternative Atmosphäre, aber viele sind unfreundlich. Es wird bis nachts gefeiert und viele sind schon morgens stoned. Für mich war es nichts.

Wenn man in Indien einen richtigen Kaffee bekommt, weiß man, dass man am falschen Ort ist 🙂

Landschaft und Dörfer

In Hampi bietet es sich an einen Roller zu mieten und die Umgebung zu erkunden. Ein Roller kostet 250 Rupees am Tag und ein Liter Benzin 90 Rupees. Da kann man nicht meckern.

Wir haben einige Kilometer zurück gelegt und nicht nur die Tempel, sondern auch die Umgebung und die Dörfer erkundet. Es macht mir besonders Spaß zu sehen, wie die Menschen dort leben.

Sightseeing in Hampi

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Rund um Hampi gibt es etliche alte Tempel und Ruinen aus dem 12. Jahrhundert. Es ist sehr schön anzusehen, aber wenn man schon einige Tempel gesehen hat, ist es doch irgendwie immer das gleiche. Wir haben eine zweistündige Schnelldurchgang Tuc Tuc Tour gemacht. Für uns hat es gereicht.

Wir hatten Glück und sind im Lakshmi Tempel auf eine Reisegruppe von indischen Frauen getroffen, die heilige Stätten und Tempel besuchen. Wir wurden direkt in den Tanz eingebunden. Sie haben sich sehr gefreut und uns hat es Spaß gemacht.

Elefanten Tempel

Im großen Tempel lebt ein Elefant. Er ist zwar gefangen, aber macht einen recht glücklichen Eindruck und ist nicht in Ketten. Jeden morgen wird er im Fluss gebadet. Danach kann man in den Tempel gehen und sich für 10 Rupees von dem Elefanten segnen lassen. Locals zahlen nur 2 Rupees. Und das lustige ist, dass der Elefant da tatsächlich einen Unterschied macht. Wir haben versucht ihm eine Münze zu geben und er hat sie nicht angenommen.

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Im Tempel leben viele Affen. Ich liebe Affen, aber man schon ein bisschen vorsichtig sein. Die Affen in Hampi sind aggressiv und klauen sehr gerne, vor allem Wasserflaschen.

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Bangalore


Bangalore – Eindrücke aus der indischen Großstadt

Eigentlich mag ich keine großen Städte, aber als Zwischenstopp war Bangalore interessant

Großstadtleben, botanischer Garten, Tempel und Kino

Von Munnar aus wollten wir Richtung Norden nach Hampi mit einigen Zwischenstopps. Wir sind mit dem Bus von Munnar bis zur nächsten größeren Stadt gefahren.

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Die Busfahrt war holprig und gleichte einer Achterbahnfahrt mit der Wilden Maus in den schmalen Bergstraßen, aber die Aussicht kann man trotzdem genießen.

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Es war beeindruckend, wie sich auf dem Weg die Landschaft von grünen Wäldern und Plantagen auf Steppe im Tiger Reservat ändert.

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Eigentlich wollten wir in der nächsten Stadt übernachten. Am Bahnhof haben wir uns mit einem der Locals unterhalten, der direkt nach Bangalore mit dem Nachtzug fahren wollte. Auf dem Weg gibt es nicht viel interessantes zu sehen. Darum haben wir uns kurzfristig angeschlossen. Die Fahrt mit dem Nachtzug war der Horror. Wir sind um 23 Uhr los und morgens angekommen. Wir hatten keinen Schlafplatz, sondern saßen in der zweiten Klasse. Nackenschmerzen vorprogrammiert, absolut nicht zu empfehlen. Außer man ergattert einen Platz auf der Gepäckablage.

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In Bangalore angekommen, hatten wir erst mal Schwierigkeiten ein passendes Hotel zu finden, das bei allen ins Budget passt. Ich habe lieber mein eigenes Reich und übernachte nicht gerne in Hostels, die auch nicht wirklich günstiger sind. Wir haben uns dann auf ein Hotel geeinigt, was etwas außerhalb der Stadt liegt. Es war wirklich ein Local Viertel und interessant abends durch die Straßen zu laufen und das Streetfood zu probieren. Auch wenn man aufpassen muss, dass man nicht gerade Rinderhirn oder Leber bekommt. Ich halte mich hier lieber an Chicken.

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In der Großstadt bekommt man noch mal andere Eindrücke von Indien. Es wirklich lustig zu sehen, wie die Kühe im Großstadtverkehr und dem Hupkonzert klar kommen und über die Straßen laufen.

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Indische Ladungssicherung ist auch immer wieder schön anzusehen. Mein Favorit ist die indische Bier-Security.

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Was auch immer wieder auffällt ist, dass alle Geschäfte und Läden in einem Viertel das Gleiche anbieten. An einem Platz tummeln sich alle Reifenhändler und an dem anderem Geschäfte für Bauzubehör oder Ingenieure. Die Läden bieten alle exakt das Gleiche an. Man kann zwar sagen Konkurrenz belebt das Geschäft, aber hier wird es wirklich übertrieben und führt sicher nicht zum gewünschten Effekt.

Botanischer Garten

Der botanische Garten, den wir durch Zufall gefunden haben, ist kein besonderes Highlight, aber perfekt für einen ruhigen Spaziergang, um dem Verkehr und dem Hupkonzert für einen Moment zu entkommen. Der Eintritt kostet nur 20 Rupees. Man sieht wirklich nichts besonderes, aber für 20 Rupees lohnt es sich doch irgendwie.

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 Kino in Bangalore

Wir wussten nicht, was wir machen sollten und sind dann spontan ins Kino gegangen und haben uns den Film auf Englisch angesehen. Das Kino außerhalb von Bangalore ist schon etwas in die Jahre gekommen. Man darf zwar keine Snacks oder Getränke mit reinnehmen, aber kaufen kann man drinnen auch nichts. Alle Stände waren geschlossen. Mitten im Film lief eine Katze durchs Kino und die Inder nehmen auch kleine Babies mit ins Kino. Wirklich speziell! Mitten im Film wurde dann erst mal eine Pause eingelegt. Wir haben dann, leider zu spät, rausgefunden, dass zu dieser Zeit Sandwiches und Popcorn verkauft wurden. Wir haben nichts mehr abbekommen 🙂 War auf jeden Fall auch mal eine lustige Erfahrung.

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Social Rehab Hostel

Den zweiten Tag habe ich dann wiederwillig Downtown in einem Hostel verbracht. Es ist wirklich nichts für mich. Zu viele Menschen, keine Ruhe und Gemeinschaftsbadezimmer.

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Das lag nicht am Hostel, sondern allgemein an meiner Einstellung zu Hostels. Die Leute dort waren super lieb und wir hatten viel Spaß an dem Abend. Das Social Rehab Hostel ist sehr gemütlich und für Leute, die gerne in Hostels übernachten perfekt. Ich hatte Glück, dass wir zum Wochenende da waren. Wir sind zum Biere Club und danach haben wir im Hostel weiter gefeiert. In dem Moment genau richtig für mich und Bier ist immer gut 🙂 Es gab sogar Hefe Weizen.

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Es war ein wirklich lustiger Abend. Eigentlich ist es dort aber ruhig und ab 23 Uhr ist Feierabend. Bei uns ging der Abend bis vier Uhr und der Hangover am nächsten Tag war absolut klasse. Nicht!

Tempel

Wir haben in Bangalore nicht wirklich viel gesehen. Am ersten Tag waren wir platt von der schlaflosen Anreise im Nachtzug und am zweiten Tag von der Party. Es gibt einige Tempel in Bangalore, die sich lohnen.

Iskcon – Krishna Tempel

Wir waren im Krishna Tempel. Der Tempel öffnet um 16:30 Uhr. Uns wurden die VIP Tickets aufgedrückt und wir durften die Zeremonie aus erster Reihe beobachten.

Fotos waren eigentlich im Tempel nicht erlaubt. Ein paar habe ich aber doch hinbekommen. Drinnen aus der ersten Reihe habe ich mich nicht getraut und wäre auch ziemlich respektlos gewesen. Die Aussicht vom Tempel über die Stadt ist auch schön.

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Der Mönch oder Priester hat uns dann noch eine persönliche Einführung in den Glauben an Krishna gegeben. Mit voller Überzeugungskraft. Krishna ist der einzige, der unser Herz reinigen kann. Wenn man das Mantra ein halbes Jahr wiederholt, wird man die Veränderung spüren. Es klang nur ein kleines bisschen nach Gehirnwäsche 🙂 Ich habe den Gesang den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Ich bin sicher, dass man schon nach einigen Wochen eine Veränderung spüren kann, wenn man das Mantra oft genug wiederholt.

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Es war eine interessante Erfahrung an der Zeremonie teilzunehmen. Die spirituellen Eindrücke haben aber beim rausgehen schnell ihren positiven Glanz verloren. Der Ausgang gleicht einer Labyrinth ähnlichen Markthalle., inklusive Kinovorstellung von einem 25-minütigen Animationsfilm. Dort kann man alles kaufen. Von Büchern, Figuren, über Shirts bis Snacks. Ich fand es furchtbar. Aber so versucht jede religiöse Gemeinschaft an Geld zu kommen. Schon beim Eingang muss man dafür bezahlen, dass man seine Schuhe abgibt.

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Aber beim Rausgehen bekommt man ein Schälchen heilige Suppe, was auch immer das war mit den Worten: Hare Krshna.

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Ein Buch und heilige Süßigkeiten gab es dann auch noch für die VIP Besucher dazu.

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Wie gesagt, es war interessant. Aber letztendlich doch eher eine Verkaufsveranstaltung.

Eindruck Bangalore

Ich hatte eine schöne Zeit in Bangalore. Ich konnte viele Eindrücke mitnehmen. Allerdings ist es sehr laut und abends wäre ich alleine nicht mehr auf die Straße gegangen. Sicher hätte ich mich alleine nicht gefühlt. Mir ist die indische Großstadt zu stressig und zu laut, aber es war interessant für ein paar Tage. Als Zwischenstopp war es eine tolle Erfahrung. Aber zwischendurch habe ich mich auf meine Lieblingsinsel Gili Meno zurück gewünscht. Grundsätzlich gibt es für mich in Indien sowieso in einigen Regionen zu viele Dinge, auf die man achten muss. Die Kulturunterschiede sind schon sehr groß.

Manchmal liebe ich Indien, in anderen Momenten, denke ich das Gegenteil. Lohnt sich aber! Vor allem, wenn man alles mitnimmt und nicht nur den Luxus in Hotelanlagen genießt, sondern sich das Leben und die Menschen ansieht.

 

 

Munnar, Kerala


Munnar – ein ruhiger Ort in den Bergen von Kerala

Wunderschöne Aussicht, Natur, Wälder, milde Temperaturen und wilde Elefanten – perfekt zum Entspannen

 

Munnar ist bekannt durch die Munnar Hillstation der Engländer. Die Engländer haben ihre Hillstation damals hier errichtet, um den heißen Temperaturen zu entkommen. Verglichen mit den Temperaturen an der Küste von Kerala ist es hier relativ kalt und feucht. Es regnet so gut wie jeden Tag. Aber die Aussicht und die Natur sind traumhaft. Viele Locals haben hier in Munnar ihre Ferienhäuser. Aus dem gleichen Grund. Die Sonne kommt momentan nur selten raus. Meist am Morgen. Es ist sehr bewölkt und in manchen Regionen sehr nebelig. Langsam verliere ich meine Farbe und habe das Gefühl, ich muss dringend mal wieder an den Strand.

Hier kann man perfekt entspannen, wandern oder eine Jeeptour machen. Hier würde es sich auch anbieten ein Motorrad zu leihen.

Man ist umgeben von Gewürz- und Teeplantagen und Wäldern. Die perfekte Zeit hierherzukommen soll wohl die Regenzeit im Juni sein. Es regnet aktuell täglich, das muss in der Regenzeit dann wohl noch viel mehr sein. Für mich ist das eher nichts. Mir reicht, dass es jeden Tag ein bisschen regnet und die Sonne nicht immer nicht rauskommt. Lange und wärmere Klamotten sollte man auf jeden Fall mitnehmen. Abends oder wenn man nass wird, ist es recht frisch.

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Wenn man Glück hat kann man sogar wilde Elefanten und Tiger sehen. Um Tiger zu sehen, muss man aber wirklich Glück haben… oder Pech, je nachdem, wie man es sieht. Dafür muss man tief in den Wald und die Erlaubnis bekommen selbst die Anwohner nur sehr selten. Ich werde auf jeden Fall zurück hierherkommen und beim nächsten Mal diese Tour machen. Das klingt wirklich spannend.

Wir wohnen in einem Cottage 10 km außerhalb der Stadt. Mit dem Tuc Tuc braucht man etwas bis in die Stadt zu kommen. Die Straßen liegen logischerweise in den Bergen und sind nicht die besten. Wir nutzen die Zeit hier zum Entspannen und genießen die Landschaft, die Natur und die Dschungel-Sounds 🙂

Das Dorf Munnar

In der Stadt ist es wie in jeder indischen Stadt, auch wenn Munnar relativ klein und eher ein Dorf ist. Es ist laut, es sind viele Menschen und in jedem Shop gibt es das gleiche. Hier in Munnar sind es Gewürze, Tee und hausgemachte Schokolade.

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Die Menschen hier sind, wie in ganz Kerala, absolut toll. Viele sind katholisch und man sieht neben Tempeln auch viele Kirchen.

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Jeep Tour

Heute haben uns unsere Freunde mit dem Jeep die Umgebung gezeigt. Wirklich wunderschön!

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Wilde Elefanten

Die ganze Zeit war mein Wunsch wilde Elefanten zu sehen. Man braucht ein wenig Glück. Und wir hatten richtig Glück. Wir haben eine ganze Elefantenfamilie gesehen. Mit drei Babyelefanten. Unglaublich toll! Nicht zu vergleichen mit den traurigen Elefanten in Gefangenschaft. Das bringt mich eher zum Heulen, wenn ich diese traurigen Riesen sehe. Allerdings hat man auch gemerkt, dass man richtig aufpassen muss. Wenn die Elefanten in einer Gruppe sind, sind sie eigentlich gechillt, außer sie haben Babys. Wir waren richtig nah dran. Als sie näherkamen, haben wir aber schon mal den Jeep in Fluchtrichtung um geparkt, um schnell weg zu kommen.

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Es hat richtig Spaß gemacht den spielenden Babies zuzusehen:

 

Und plötzlich mussten wir die Flucht ergreifen:

 

Es war ein super schöner Tag! Ich habe mich riesig gefreut, dass wir die Elefanten sehen konnten. Ich hätte sie noch stundenlang beobachten können, wenn es nicht so gefährlich gewesen wäre.

This is my elephant face 😀

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Gewürz Plantage in Munnar


Kardamom, schwarzer Pfeffer, Kakao und Kaffee

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Heute wurden wir von unserem Gastgeber auf seine Kardamom Plantage eingeladen. Ich wusste bevor ich nach Indien kam, nicht mal genau, was das überhaupt ist. Aber indisches Essen besteht aus so vielen Gewürzen, die wir nicht verwenden. Oder nur an Weihnachten zum Backen. Manchmal ist es etwas strange, wenn man das Hühnchen mit Weihnachten verbindet.

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In Indien werden viele verschiedene Gewürze angebaut. Kardamom ist eines davon.

Die Pflanze braucht zwei Jahre bis sie Ertrag abwirft. Dann kann man alle vier Monate den Kardamom ernten.

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Der Kardamom kostet 15 Dollar pro Kilo.

Heute wurde die Ernte zum Trocknen in das Gebäude gebracht. Insgesamt 300 Kilo. Der Raum wird mit Rauch in Stahlrohren geheizt. Es war so warm, wie in einer finnischen Sauna. Sehr angenehm in dem Moment. Denn hier sind nur 20 Grad und ich friere 🙂 Es hat so unglaublich gut gerochen in dem Haus.

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Hier regnet es jeden Tag und die Luft ist feucht. Adam hatte die tolle Idee seine Klamotten zu waschen. Die wären hier draußen niemals trocken  geworden. Der Kardamom Raum ist auch perfekt zum Wäschetrocknen. Adams Sachen werden auf jeden Fall gut riechen danach 😉

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Der Kardamom braucht 24 Stunden, bis er trocken ist. Danach wird er verarbeitet und verkauft.

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Die günstige Schale wird manchmal für Masala verwendet. Eigentlich ist es das Abfallprodukt.

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Und auch die Blüten schmecken sehr gut und würzig.

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Kardamom ist das Hauptprodukt, was auf der Plantage angebaut wird. Zwischen den Pflanzen wachsen aber auch schwarzer Pfeffer, Kakao, Nelken und Vanille.

Schwarzer Pfeffer:

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Kakao:

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Kaffee:

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Nelken:

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Es war auf jeden Fall interessant zu sehen, wie die Gewürze angebaut werden. Vieles kennt man nur fertig verarbeitet und macht sich darüber keine Gedanken.

In Indonesien war ich zum Beispiel total überrascht, dass Erdnüsse in der Erde wachsen. Macht Sinn. Da habe ich nie drüber nachgedacht. Deshalb heißen die wohl Erdnüsse 😛

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Und Erdbeeren von der 50 km entfernten Plantage haben wir auch noch bekommen, weil wir uns über das chemische Erdbeerpulver in den Milchshakes beschwert haben  🙂

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Trampen in Indien


Eine der besten Erfahrungen, die ich je hatte

Meine Mama hat immer gesagt: Trampen ist gefährlich

Aber man kann ja auch mal Glück haben und auf den indischen Santa Claus treffen

…. Ich liebe Indien!

 

Gestern war wirklich ein richtig cooler Tag. Vorgestern wussten wir nicht, ob wir überhaupt aus Alleppey rauskommen. Bei einem Protest wurde jemand umgebracht. Das bedeutet in Indien ein vom Staat aufgezwungener Protest. Alle Geschäfte sind geschlossen, die Busse fahren nicht und auf den Straßen war es ungewohnt ruhig. Das ständige Hupen verstummt wohl nur an solchen Tag. Wirklich creepy!

Da wir aber in Alleppey alles gesehen hatten, wollten wir Richtung Munnar in die Berge. Uns wurde gesagt, das ist heute unmöglich. Aber nichts ist unmöglich! Wir können ja versuchen zu trampen. Drei Traveller mit großen Backpacks! Warum nicht 🙂

Wir waren eingestellt auf einen heißen Tag und einige Kilometer zu Fuß.

Von der Polizei eingesammelt

Wir sind keine hundert Meter gelaufen, da hielt schon ein Polizeibus neben uns an, der uns aufgegabelt hat und zum Bahnhof gefahren hat. Die Züge fahren zum Glück doch!

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Für 35 Rupees, nicht mal 50 Cent sind wir von Alleppey bis Kochi gefahren. Wir Sparfüchse haben natürlich nicht daran gedacht, ein paar Cent mehr auszugeben für die zweite Klasse und durften die ganze Zeit stehen, da der Zug so voll war. In Kochi war auch alles geschlossen. Von Koch bis Munnar sind es noch über hundert Kilometer. Also mussten wir irgendwie an die Hauptstraße kommen, die nach Munnar führt. Aber kein Tuctuc wollte uns mitnehmen. Ein Tuctuc-Fahrer zeigte nur auf das Loch in seiner Scheibe. Auf dem Weg waren mehrere Proteste und wenn die Protestanten mitbekommen, dass jemand Touristen fährt, werden Steine geschmissen.

Hitchhike #1

12 Kilometer laufen mit dem Backpack. Für mich eine Horrorvorstellung in dem Moment. Aber nach zehn Minuten hielt der erste schon an und hat uns nicht nur bis zu dem Punkt gebracht, den wir uns ausgeguckt hatten, sondern noch 25 Kilometer weiter bis zu einer Bushaltestelle an der Hauptstraße. Dort hätte man notfalls noch ab sechs Uhr abends einen Bus nehmen können. Es stellte sich aber nachher raus, dass die Busse wohl nur vielleicht ab sechs Uhr fahren.

Hitchhike #2

Von diesem Punkt aus waren noch ca. 80 Kilometer bis Munnar. Also an die Straße und hoffen, dass eins der wenigen Autos, die vorbeifahren, Mitleid hat. Es hat wieder keine fünf Minuten gedauert.

Deepu hat uns angeboten 30 Kilometer mitzunehmen. Besser als nichts! Allerdings war es schon 16 Uhr. Die Sonne geht um 18 Uhr unter. Deepu hat sich kurzerhand entschieden, seinen Geschäftstermin in Munnar von morgen auf heute zu verlegen, die Kinder seiner Schwester einzusammeln und uns nach Munnar zu bringen.  Allerdings waren alle Tankstellen geschlossen. Kein Problem. Ein paar Telefonate und man findet Benzin irgendwo unter der Hand in Flaschen. Ist nur etwas teurer. Wir haben so lange in seinem Haus gewartet. Sehr schönes Haus. Deepu arbeitet in Saudi-Arabien und Dubai und seine Schwester handelt mit Gewürzen.

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Es war schon unglaublich genug, dass Deepu uns vier Stunden bis Munnar gefahren hat. Es hat geregnet, wie aus Eimern, es war nebelig, die Straßen eng und kurvig und die Hauptstraße wegen dem Regen gesperrt. Aber was danach kam, war so unglaublich nett, dass wir es gar nicht glauben konnten…

Essen im 5-Star-Hotel

Deepu hat uns noch zum Essen eingeladen. Eine der unangenehmen Situationen, die man manchmal irgendwie nicht ausschlagen kann. Der Weg zum Restaurant war noch enger als die Straßen zuvor. Wir haben schon gescherzt: Das ist dann jetzt wohl der Moment, in dem wir gekidnappt werden. Glaub uns, das lohnt sich nicht und meine Eltern würden auch nicht für mich bezahlen 😀

Auf einmal standen wir vor einem 5 Sterne Hotel. Buffet! Indisches Essen ist immer lecker, aber das war richtig, richtig gut. Es war ein so toller Abend.

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Wir können es immer nicht glauben, was aus unserem Low-Budget-Hitchhike-Trip geworden ist.

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Von wegen Trampen ist gefährlich. Wenn wir bis morgen gewartet hätten oder mit dem Bus gefahren wären, hätten wir aber sowas von alles verpasst! Ungeplant und unerwartet – so muss das sein! 08/15 – keine Chance!

Streik in Indien – alles ist geschlossen, nichts geht

Trotzdem 150 Kilometer zurücklegen

Für insgesamt 35 Rupees, also nicht mal 50 Cent

So geht das!

Homestay in the woods

Und das ist noch nicht alles. Wir hatten ja auch kein Hotel! Deepu hat uns obendrein noch bei seinem Freund untergebracht, der ein großes Hotel hier in Munnar hat. Nebenan, aber abgelegen sind sechs Zimmer, die ausschließlich für die Familie und Freunde gebaut wurden. Eigentlich kostet es 15.000 Rupees pro Nacht und wir haben es für…. Ich muss immer noch lachen… 500 Rupees die Nacht bekommen!!! Wir sind zu dritt und haben zwei Zimmer mit Lobby, Gazebo im Garten und unseren eigenen Housekeeper und Guide. Der eigentlich schon seinen Feierabend genossen hat und absolut betrunken hier angekommen ist, weil es nicht geplant war.

Das Hotel liegt 10 Kilometer außerhalb von Munnar. Umgeben von Wald und Cardamom- und Teeplantagen. Wunderschön! Um in die Stadt zu kommen, brauchen wir nur anzurufen und wir werden für 150 Rupees mit dem Auto gebracht.

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Wir sind als Freunde und nicht als Gäste.

Wir können es immer nicht glauben…

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Gestern Abend haben wir uns kurz gefragt, wo der Haken ist.

Wann kommt die Stelle aus dem Horrorfilm?

In the woods of Munnar

 

Die Aussicht hier ist wirklich top! Und die Geräuschkulisse hier im Dschungel einmalig!

Heute morgen wurden direkt von unserem Guide zu einem Aussichtspunkt geführt und dann zu seiner Familie eingeladen. Sie haben sich wirklich gefreut. Wir kennen hier niemanden, aber ich wurde noch nie so gut empfangen. Es ist schon fast unangenehm. Ich habe noch nie Fremde getroffen, die so nett waren.

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Da soll noch mal einer sagen, trampen ist gefährlich!

Basicly the best experience!

Morgen geht es auf eine Jeep-Tour. Ich hoffe ich sehe Zweiköpfige Schlangen, Elefanten und Tiger! Mal sehen, ob das Glück auf unserer Seite ist.

Das einzige, was mir nicht so gut gefällt, ist der Regen. Es gießt plötzlich aus Eimern und die Tuc Tucs mutieren zu Offroad Tuc Tucs, die Bäche überqueren können 🙂

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Backwaters von Alleppey – Kerala


Bootstour durch die Backwaters von Alleppey

Die Backwaters in Kerala sind vernetzte Seen, Kanäle und Flüsse.

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Insgesamt über 900 km. Es gleicht einem Labyrinth von vielen kleinen Wasserstraßen, die parallel zum arabischen Meer verlaufen.

Dazwischen sind viele kleine Dörfer und Reisfelder.

Man kann entweder eine Tour mit einem Kanu oder Boot machen oder auch in einem Hausboot übernachten. Die Tour mit dem Hausboot ist etwas teuer. Als Low-Budget-Traveller eignen sich da eher die Touren mit dem Boot, die einige Stunden gehen, aber auch da ist gutes Verhandlungsgeschick gefragt. Man muss wirklich aufpassen, dass man nicht immer die unverschämten Western Preise aufgedrückt bekommt. Wir haben 16 Euro für drei Stunden bezahlt und waren zu dritt.

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Die 3- Stunden-Tour reicht absolut aus, um einen Eindruck zu bekommen. Die Fahrt geht durch viele kleine Kanäle, vorbei an den Häusern der Einheimischen, die gerade die tägliche Dusche im Wasser machen oder ihre Wäsche waschen. Unvorstellbar, dass sie in diesem Wasser ihre Wäsche waschen oder auch den Abwasch machen.

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Man sieht viele interessante Vögel, Adler und Wasserschlangen.

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… und Leute, die Ihre Kuh baden 😛

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Eine sehr entspannte Tour! Lohnt sich auf jeden Fall.

 

Unterwegs in Indien


Unterwegs in Indien

Komische Verhaltensregeln, leckeres Essen, günstiges Reisen

… an einige Dinge muss man sich als Europäer erst mal gewöhnen

Die meisten Menschen hier sind super lieb. Aber es stimmt schon, dass man aufpassen muss. Man wird schnell übers Ohr gehauen und man muss auf seine Sachen tierisch aufpassen. Vor allem in den Städten oder touristischen Gebieten.

Überall sind Diebe und Bettler. Die Bettler sind meist behindert oder haben irgendwelche Krankheiten. Ich habe schon richtige Horrorgeschichten gehört, wie in Slumdog Millionär. Frauen werden die Stimmbänder kaputt gemacht, damit es sich schlimm anhört. Auch das soll man auf keinen Fall unterstützen. Das Geld geht an die Banden und man unterstützt diese Misshandlungen und Unterdrückung. Bevor man nach Indien fährt sollte man sich den Film ansehen.

Was auch richtig nervt, ist, dass man nicht überall rauchen kann. Man muss wirklich aufpassen. Nicht mal am Strand ist es erlaubt. Das kann ja keiner ahnen.

Am ersten Abend saßen wir am Strand. Ich hatte natürlich ein Bier. Plötzlich kam ein Polizist mit Taschenlampe: „Is this a bar?“ Der Strand ist schon an 21 Uhr geschlossen und Bier trinken darf man dort schon mal gar nicht. Das ist dann so ein Moment, wo ich denke: Ich hasse Indien! Was soll der Schwachsinn schon wieder?
Ich habe den Polizisten dann gefragt, ob ich es ausschütten soll. Die Antwort war: Nein! Bloß nicht. „Drink it! I give you ten minutes!“ Das hätte auch anders ausgehen können.

Die Restaurants bekommen hier keine Lizenz um Bier zu verkaufen. Oder die Besitzer riskieren lieber ab und zu für ein paar Tage ins Gefängnis zu gehen, wenn sie kontrolliert wurden. In Varkala hat die Polizei am Wochenende einen Rundumschlag gemacht. Die verstehen gar keinen Spaß. Da wird der Laden gestürmt und Gläser und Flaschen auf den Boden geworfen. Das Ende vom Lied war, dass es zwei Tage kein Bier gab und die Besitzer der Restaurants erst mal vier Tage im Gefängnis verbringen durften.
In Indien sollte man als Frau auch keine Fremden angrinsen. Vor allem nachts. Mir wurde gesagt, das wird Einladung verstanden. Also besser lassen! 😉

Auch die Kleiderordnung ist hier anders. Bauchfrei ist ok, aber die Schultern müssen bedeckt sein. Ich habe nur Spaghettitops, daher falle ich hier schon mal auf. Wenn ich in einen Tempel gehe, werfe ich ein Tuch über.

Ich werde noch was Zeit brauchen mich an die Menschen und die Kultur zu gewöhnen. Wahrscheinlich sind 30 Tage dafür zu wenig.

Was auf jeden Fall auffällt ist, dass die Menschen hier alles teilen. Selbst im Zugabteil. Jeder gibt jedem etwas ab.

Wenn man im Restaurant etwas zu trinken bestellt, bekommt man immer eine Flasche und mehrere Gläser. Nicht, wie bei uns, jeder sein eigenes Getränk.

Einen Abend waren wir im Restaurant und neben uns am Tisch war eine Geburtstagsfeier. Jeder im Restaurant hat etwas von der Torte abbekommen. Torten und Süßigkeiten schmecken hier aber absolut nicht und bestehen nur aus Zucker.

Aber ich habe seit langem richtiges Brot gegessen. Zumindest fast richtiges!

Shoppen ist hier zwar günstig, aber es nervt tierisch und überall gibt es das gleiche. Egal, wo man lang geht, wird man fast in den Laden reingezogen und überall gibt’s einen „good price“. Die Masche ist immer die gleiche: You are my first customer today! Ich bin absolut schlecht im Handeln und es nervt einfach nur. Eigentlich kann man immer den halben Preis als Verhandlungsbasis nehmen. Besonders bei Tuctucs wird man über den Tisch gezogen und sollte sich einfach rumdrehen und gehen. Auch wenn sie zu viel diskutieren, einfach umdrehen und gehen! Ich übe noch 😛

Wenn man wirklich was braucht, findet man es nicht. Es gibt hier keine richtigen Supermärkte, nur unsortierte kleine Lädchen. Da braucht man schon mal Glück.

Eine indische SIM-Karte bekommt man nur mit einer Kopie vom Reisepass und vom Visum und einem Foto. Das ist aber relativ unkompliziert.

Wenn man in Indien gefragt wird, woher man kommt und sie „Germany“ hören, bekommen sie alle große Augen. „Aaah Germany!“ Der Grund dafür ist, dass die Menschen hier Hitler super finden. In der Schule wird Mein Kampf gelesen. Hitler hat Indien unterstützt, daher ist die Geschichte hier etwas anders. Viele fragen sogar: „Do you have german coins?“ – No, sorry. We have Euro now.

Das Leben hier ist sehr einfach. Die Unterkünfte für Touristen sind meist ok und sauber, aber man kann auch Pech haben. Das indische Essen ist super lecker. Hier kann ich sogar wieder Reis essen. Essen gehen kann man an den Straßen für ein paar Cent. Das Risiko für eine Lebensmittelvergiftung ist nur höher. Auch in den Restaurants kann man sehr günstig essen. Für höchstens drei Euro bekommt man ein gutes Abendessen. Momentan zahle ich für mein Zimmer 5 Euro die Nacht. Züge und Busse sind super billig. 3 Stunden Zugfahren kostet nicht mal 2 Euro.

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Ich muss sagen die Badezimmer hier sind besser als in Indonesien. Auch wenn ich besonders aufpasse, dass beim Duschen kein Wasser in meinen Mund kommt. Die Menschen hier sind an die Bakterien im Wasser gewöhnt. Bei uns endet das schnell im Krankenhaus mit einer Infektion.

Hier ins Krankenhaus zu kommen ist eher nicht empfehlenswert. Die freuen sich über die gute Versicherung und wollen einen erst mal nicht mehr gehen lassen.