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Traditioneller Cockfight in Lombok


Cockfight im Dschungel in Lombok

Illegaler Cockfight im Dschungel in Lombok 

Als ich mich in Gili Meno tätowiert habe, habe ich sehr coole Leute getroffen. Ich hatte vorher schon mal von den illegalen Hahnenkämpfen gehört, aber bis dahin wusste ich nicht viel darüber.

Als ich die Erzählungen gehört habe, fand ich es dann aber doch interessant. Wie in allen Religionen ist auch bei den Hindus Wetten verboten und die Hahnenkämpfe werden auch von der Polizei verfolgt. Trotzdem finden in Lombok jeden Tag Cockfights statt. Man kann fast sagen, es ist eine Zeremonie und gehört zur Kultur. Da die Cockfights illegal sind, finden sie in Tempeln mitten im Dschungel statt.

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Einmal im Jahr gibt es einen legalen Kampf. An diesem Wochenende treffen Hähne aus ganz Indonesien und den Philippinen aufeinander.

Die Hähne haben bevor sie in den Ring steigen, ein sehr gutes Leben. Sie bekommen das beste Futter, Massagen und werden trainiert. Es gibt sogar Doping für Hähne. Die Champions, die mehrere Kämpfe überleben, leben nachher noch wie Könige. Wenn ich mir die Tierhaltung in Deutschland angucke, haben diese Tiere es auf jeden Fall besser. Andere Länder, andere Sitten.

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Das beliebteste Argument hier vor Ort ist, dass die Tiere das in der Natur auch machen – ohne Messer an den Füßen natürlich. Aber so geht es schneller. Danach werden die Hähne dem Tempel gespendet oder zu Hause gegessen.

Ich war das ganze Wochenende bei einer Familie in Bangsal und habe im Wohnzimmer geschlafen. Morgens vor dem Kampf war eine große Hindu Zeremonie. Schon am Tag vorher wurde viel vorbereitet. Mittags gab es Suppe mit dem Cockfight-Fleisch. Der Unterschied zu normalem Hähnchen ist unglaublich. Die Hähne sind so gut trainiert, dass das Fleisch richtig fest ist und es schmeckt anders als normales Hähnchen.

Vor dem Kampf sitzen die Männer mit den Hähnen im Kreis und gucken, welche Hähne miteinander kämpfen. Danach werden die Messer an den Füßen befestigt. Im Ring lassen zwei Männer dann die Hähne aufeinander los. Die Kämpfe sind schnell vorbei.

Es war auf jeden Fall eine interessante Erfahrung.  Verrückte Männer, die ihr Geld im Dschungel verwetten. Ein richtig durchorganisiertes Event mit Bier und Palmwine im Tempel. Sie hatten sogar ein extra designtes T-Shirt mit Logo. Es war wirklich lustig diese ganzen aufgebrachten, schreienden Männer zu beobachten. Ich habe nichts verstanden. Es gibt so viele Arten zu wetten, dass ich es erst gar nicht versucht habe.

Vor den Kämpfen wird auch mal den balinesischen Kalender geguckt, um herauszufinden, welche Farbe an dem Tag besonders stark ist oder welche Himmelsrichtung. Mir wurde gesagt, das funktioniert auch für Fußball. An bestimmten Tagen ist die Energie stärker, wenn man aus einer bestimmten Richtung startet.

Mir wurde der Ganze schnell zu viel und schön anzusehen war es auch nicht. Oben auf der Wiese vor dem Tempel konnte man sich gemütlich ein Bier mit den Locals trinken und quatschen.

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Wer also mal einen traditionellen Cockfight sehen möchte, kann das in Lombok. Es gibt jeden Tag kleine Kämpfe. Dafür fragt man am besten die Locals vor Ort.

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