Bangalore


Bangalore – Eindrücke aus der indischen Großstadt

Eigentlich mag ich keine großen Städte, aber als Zwischenstopp war Bangalore interessant

Großstadtleben, botanischer Garten, Tempel und Kino

Von Munnar aus wollten wir Richtung Norden nach Hampi mit einigen Zwischenstopps. Wir sind mit dem Bus von Munnar bis zur nächsten größeren Stadt gefahren.

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Die Busfahrt war holprig und gleichte einer Achterbahnfahrt mit der Wilden Maus in den schmalen Bergstraßen, aber die Aussicht kann man trotzdem genießen.

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Es war beeindruckend, wie sich auf dem Weg die Landschaft von grünen Wäldern und Plantagen auf Steppe im Tiger Reservat ändert.

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Eigentlich wollten wir in der nächsten Stadt übernachten. Am Bahnhof haben wir uns mit einem der Locals unterhalten, der direkt nach Bangalore mit dem Nachtzug fahren wollte. Auf dem Weg gibt es nicht viel interessantes zu sehen. Darum haben wir uns kurzfristig angeschlossen. Die Fahrt mit dem Nachtzug war der Horror. Wir sind um 23 Uhr los und morgens angekommen. Wir hatten keinen Schlafplatz, sondern saßen in der zweiten Klasse. Nackenschmerzen vorprogrammiert, absolut nicht zu empfehlen. Außer man ergattert einen Platz auf der Gepäckablage.

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In Bangalore angekommen, hatten wir erst mal Schwierigkeiten ein passendes Hotel zu finden, das bei allen ins Budget passt. Ich habe lieber mein eigenes Reich und übernachte nicht gerne in Hostels, die auch nicht wirklich günstiger sind. Wir haben uns dann auf ein Hotel geeinigt, was etwas außerhalb der Stadt liegt. Es war wirklich ein Local Viertel und interessant abends durch die Straßen zu laufen und das Streetfood zu probieren. Auch wenn man aufpassen muss, dass man nicht gerade Rinderhirn oder Leber bekommt. Ich halte mich hier lieber an Chicken.

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In der Großstadt bekommt man noch mal andere Eindrücke von Indien. Es wirklich lustig zu sehen, wie die Kühe im Großstadtverkehr und dem Hupkonzert klar kommen und über die Straßen laufen.

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Indische Ladungssicherung ist auch immer wieder schön anzusehen. Mein Favorit ist die indische Bier-Security.

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Was auch immer wieder auffällt ist, dass alle Geschäfte und Läden in einem Viertel das Gleiche anbieten. An einem Platz tummeln sich alle Reifenhändler und an dem anderem Geschäfte für Bauzubehör oder Ingenieure. Die Läden bieten alle exakt das Gleiche an. Man kann zwar sagen Konkurrenz belebt das Geschäft, aber hier wird es wirklich übertrieben und führt sicher nicht zum gewünschten Effekt.

Botanischer Garten

Der botanische Garten, den wir durch Zufall gefunden haben, ist kein besonderes Highlight, aber perfekt für einen ruhigen Spaziergang, um dem Verkehr und dem Hupkonzert für einen Moment zu entkommen. Der Eintritt kostet nur 20 Rupees. Man sieht wirklich nichts besonderes, aber für 20 Rupees lohnt es sich doch irgendwie.

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 Kino in Bangalore

Wir wussten nicht, was wir machen sollten und sind dann spontan ins Kino gegangen und haben uns den Film auf Englisch angesehen. Das Kino außerhalb von Bangalore ist schon etwas in die Jahre gekommen. Man darf zwar keine Snacks oder Getränke mit reinnehmen, aber kaufen kann man drinnen auch nichts. Alle Stände waren geschlossen. Mitten im Film lief eine Katze durchs Kino und die Inder nehmen auch kleine Babies mit ins Kino. Wirklich speziell! Mitten im Film wurde dann erst mal eine Pause eingelegt. Wir haben dann, leider zu spät, rausgefunden, dass zu dieser Zeit Sandwiches und Popcorn verkauft wurden. Wir haben nichts mehr abbekommen 🙂 War auf jeden Fall auch mal eine lustige Erfahrung.

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Social Rehab Hostel

Den zweiten Tag habe ich dann wiederwillig Downtown in einem Hostel verbracht. Es ist wirklich nichts für mich. Zu viele Menschen, keine Ruhe und Gemeinschaftsbadezimmer.

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Das lag nicht am Hostel, sondern allgemein an meiner Einstellung zu Hostels. Die Leute dort waren super lieb und wir hatten viel Spaß an dem Abend. Das Social Rehab Hostel ist sehr gemütlich und für Leute, die gerne in Hostels übernachten perfekt. Ich hatte Glück, dass wir zum Wochenende da waren. Wir sind zum Biere Club und danach haben wir im Hostel weiter gefeiert. In dem Moment genau richtig für mich und Bier ist immer gut 🙂 Es gab sogar Hefe Weizen.

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Es war ein wirklich lustiger Abend. Eigentlich ist es dort aber ruhig und ab 23 Uhr ist Feierabend. Bei uns ging der Abend bis vier Uhr und der Hangover am nächsten Tag war absolut klasse. Nicht!

Tempel

Wir haben in Bangalore nicht wirklich viel gesehen. Am ersten Tag waren wir platt von der schlaflosen Anreise im Nachtzug und am zweiten Tag von der Party. Es gibt einige Tempel in Bangalore, die sich lohnen.

Iskcon – Krishna Tempel

Wir waren im Krishna Tempel. Der Tempel öffnet um 16:30 Uhr. Uns wurden die VIP Tickets aufgedrückt und wir durften die Zeremonie aus erster Reihe beobachten.

Fotos waren eigentlich im Tempel nicht erlaubt. Ein paar habe ich aber doch hinbekommen. Drinnen aus der ersten Reihe habe ich mich nicht getraut und wäre auch ziemlich respektlos gewesen. Die Aussicht vom Tempel über die Stadt ist auch schön.

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Der Mönch oder Priester hat uns dann noch eine persönliche Einführung in den Glauben an Krishna gegeben. Mit voller Überzeugungskraft. Krishna ist der einzige, der unser Herz reinigen kann. Wenn man das Mantra ein halbes Jahr wiederholt, wird man die Veränderung spüren. Es klang nur ein kleines bisschen nach Gehirnwäsche 🙂 Ich habe den Gesang den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Ich bin sicher, dass man schon nach einigen Wochen eine Veränderung spüren kann, wenn man das Mantra oft genug wiederholt.

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Es war eine interessante Erfahrung an der Zeremonie teilzunehmen. Die spirituellen Eindrücke haben aber beim rausgehen schnell ihren positiven Glanz verloren. Der Ausgang gleicht einer Labyrinth ähnlichen Markthalle., inklusive Kinovorstellung von einem 25-minütigen Animationsfilm. Dort kann man alles kaufen. Von Büchern, Figuren, über Shirts bis Snacks. Ich fand es furchtbar. Aber so versucht jede religiöse Gemeinschaft an Geld zu kommen. Schon beim Eingang muss man dafür bezahlen, dass man seine Schuhe abgibt.

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Aber beim Rausgehen bekommt man ein Schälchen heilige Suppe, was auch immer das war mit den Worten: Hare Krshna.

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Ein Buch und heilige Süßigkeiten gab es dann auch noch für die VIP Besucher dazu.

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Wie gesagt, es war interessant. Aber letztendlich doch eher eine Verkaufsveranstaltung.

Eindruck Bangalore

Ich hatte eine schöne Zeit in Bangalore. Ich konnte viele Eindrücke mitnehmen. Allerdings ist es sehr laut und abends wäre ich alleine nicht mehr auf die Straße gegangen. Sicher hätte ich mich alleine nicht gefühlt. Mir ist die indische Großstadt zu stressig und zu laut, aber es war interessant für ein paar Tage. Als Zwischenstopp war es eine tolle Erfahrung. Aber zwischendurch habe ich mich auf meine Lieblingsinsel Gili Meno zurück gewünscht. Grundsätzlich gibt es für mich in Indien sowieso in einigen Regionen zu viele Dinge, auf die man achten muss. Die Kulturunterschiede sind schon sehr groß.

Manchmal liebe ich Indien, in anderen Momenten, denke ich das Gegenteil. Lohnt sich aber! Vor allem, wenn man alles mitnimmt und nicht nur den Luxus in Hotelanlagen genießt, sondern sich das Leben und die Menschen ansieht.

 

 

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