Alle Beiträge von wayward-gypsy

Social Visa für Indonesien

Wie einfach es ist ein Social Visa für 6 Monate in Indonesien zu bekommen!

Ich bin, nachdem ich Deutschland verlassen habe, um zu reisen, in Indonesien hängen geblieben. Und da bin ich nicht die Einzige! Ich kenne viele, die jedes Mal wieder rein und rausfliegen mit dem Visa on Arrival. Wer den Stress mit dem Visa on Arrival kennt und länger in Indonesien bleiben möchte, sollte irgendwann mal über ein Social Visa für 6 Monate nachdenken. Denn das spart Stress und Kosten. Und ist viel einfacher, als die meisten denken!

Visa on Arrival

Das Visa on Arrival kann am Flughafen für 60 Tage erworben werden. Man zahlt am Flughafen 355.000 IDR und für die Verlängerung nach 30 Tagen wieder 355.000 IDR. Nach den 60 Tagen muss man allerdings wieder ausreisen. Wer länger bleiben möchte, sollte sich ein Social Visa besorgen.

Infos zum Visa on Arrival findet ihr hier:

Visa on Arrival (VoA) Extension in Lombok Mataram

Das spart Kosten für die Ein- und Ausreise und den ganzen Stress bei der Imigrasi.

Social Visa für Indonesien

Was brauche ich für ein Social Visa für Indonesien?

  1. Agent in Singapur (oder Kuala Lumpur)
  2. Reisepass
  3. Local Sponsor (Kopie der ID-Card)
  4. Sponsor Letter
  5. Foto mit weißem Hintergrund
  6. In Singapur 170 SGD

Wie ist der Ablauf für das Social Visa für Indonesien in Singapur?

Da ich wusste, dass ich länger in Indonesien bleiben möchte, habe ich mich über die möglichen Visa-Arten erkundigt. Das Einfachste und Kostengünstigste, das länger als 60 Tage gilt, ist das Social Visa für 6 Monate. Man darf allerdings nicht arbeiten. Es ist quasi ein Touristen Visum.

Nachdem man in Indonesien einreist, hat man 60 Tage und danach muss man das Visum alle 30 Tage bei der Imigrasi verlängern.

Erstmal habe ich mich natürlich um einen Local Sponsor gekümmert. Ich habe einen Freund gefragt und der hat mir dann die Kopie seiner ID-Card gegeben. Im Nachhinein stellte sich dann raus, dass es viel einfacher ist direkt einen Visa-Agent als Sponsor zu nehmen. Das spart sehr viel Zeit und Aufwand, ist aber teurer.

Ich bin mit der Kopie der ID-Card von meinem Sponsor und meinem Reisepass dann für das Social Visa nach Singapur geflogen. Es reicht ein Tag. Man kann am gleichen Tag wieder zurück fliegen. Ich bin von Lombok abends nach Singapur geflogen und habe in der Nacht ein paar Stunden in Singapur am Flughafen geschlafen, da sich ein Zimmer nicht gelohnt hätte. Leider ist der Flughafen in Singapur nicht wirklich für das Übernachten geeignet, da die Stühle alle Armlehnen haben 🙂 Ich habe dann einfach auf dem Boden geschlafen.

Was soll´s!!?

Natürlich habe ich mich vorher um einen Agent in Singapur gekümmert. Mein Agent sitzt in einem kleinen Büro in Chinatown. Den Kontakt kann ich euch selbstverständlich auf Anfrage geben.

Vom Flughafen kommt man für 25 SGD mit dem Taxi in 25 Minuten nach China Town. Ich habe mich, da ich noch so viel Zeit hatte, für die öffentlichen Verkehrsmittel entschieden. Für 3 SGD kommt man mit der MRT nach Chinatown in ca. einer Stunde. Man muss ein paar Mal umsteigen, aber das MRT-System in Singapur ist ganz easy, wenn man es einmal verstanden hat.

Zwischen 8:30 Uhr und 11:30 Uhr sollte man bei dem Agent ankommen, um seinen Reisepass und die Kopie der ID-Card des Sponsors abzugeben.

Den Sponsorletter und das Foto kann man vor Ort machen! 

Es kostet nichts extra. Das Visum kostet vor Ort in Singapur 170 SGD.

Um 16:30 Uhr kann man dann seinen Reisepass, inklusive Visum wieder abholen und noch am gleichen Tag zurückfliegen.

In der Zwischenzeit kann man sich Singapur ansehen. Es ist sehr zentral und man kommt gut überall zu Fuß hin. Man hat ja eh Zeit.

Ich bin direkt abends wieder zurückgeflogen.

Wie ist der Ablauf für das Social Visa in Indonesien?

Das Social Visa gilt dann erstmal für 60 Tage. Nach 60 Tagen muss man, gemeinsam mit seinem Sponsor, zur Imigrasi, um das Visum für weitere 30 Tage zu verlängern. Es müssen alle möglichen Unterlagen ausgefüllt und unterschrieben werden. Außerdem braucht man für jede Unterschrift eine Art Stempel oder Sticker (Matrei), die man in der Nähe der Imigrasi kaufen kann. Dort ist aber alles sehr überteuert. Zumindest in Lombok. Zum Glück hat uns ein Agent bei dem ganzen Papierkram in der Imigrasi geholfen. Ich habe meinen Reisepass abgegeben und musste dann, wie auch beim Visa on Arrival, nach einer Woche wieder zur Imigrasi, um zum gefühlt hundertsten Mal meine Fingerabdrücke abzugeben. Nachmittags kann man dann seinen Reisepass wieder abholen.

Das Visum gilt dann wieder für 30 Tage.

Man muss jeden Monat wieder zur Imigrasi, um für weitere 30 Tage zu verlängern. Und der Sponsor muss jedes Mal wieder mit!

Jede Verlängerung ohne Agent kostet 355.000 IDR.

Warum ist es einfacher direkt einen Agent als Sponsor zu nehmen?

Es spart sehr viel Zeit und Aufwand. Es kostet dann zwar pro Verlängerung 700.000 IDR, also das Doppelte, aber in meinen Augen lohnt es sich.

Bei mir war es so, dass mein Sponsor arbeitet und nicht jeden Monat Zeit und Lust hatte, mit mir nach Mataram zur Imigrasi zu fahren. Außerdem kommt man dann von Gili Meno aus, mit den Fahrtkosten für das Boot und das Auto oder den Roller, auch auf 700.000 IDR. Mir wurde gesagt, dass der Sponsor nur beim ersten Mal dabei sein muss. Daher stand ich dann bei der zweiten Verlängerung umsonst und ohne Sponsor in der Imigrasi und habe mich dann dafür entschieden einen Agent zu nehmen, der alles regelt.

Der Agent kümmert sich dann um alles. Er hat meinen Reisepass bei sich behalten, was mir am Anfang gar nicht gefallen hat, aber es ist nicht anders möglich.  Er holt direkt alle erforderlichen Unterlagen und Unterschriften von euch ein und ihr braucht nicht mehr zur Imigrasi zu kommen.

Außer natürlich beim ersten Mal, nach den 60 Tagen. Wenn ihr einen Local Sponsor habt, muss er auch mit. Wenn der Agent euer Sponsor ist, ist es gar kein Problem, da er eh in der Imigrasi arbeitet. Das vereinfacht den ganzen Prozess um einiges. Denn er kümmert sich im Vorfeld um alles und ihr müsst nur ganz kurz eure Fingerabdrücke abgeben und könnt dann wieder gehen.

Vor Ablauf der 6 Monate holt ihr einfach euren Reisepass bei dem Agent wieder ab und ihr hattet, bis auf einen ganz kurzen Besuch bei der Imigrasi, keinen Aufwand.

Beim nächsten Mal werde ich auf jeden Fall einen Agent als meinen Sponsor für das Social Visa wählen. Das hätte mir einiges an Stress und Fahrerei gespart. Aber nachher ist man immer schlauer 🙂

Kosten für das Social Visa für Indonesien ohne Agent

In Singapur: 170 SGD (ca. 110 EUR)

Nach 60 Tagen bei der Imigrasi: 355.000 IDR (25 EUR)

Danach alle 30 Tage : 355.000 IDR (25 EUR)                                                      -> insgesamt für 3 Mal: 1.065.000 IDR (75 EUR)

INSGESAMT: ca. 210 EUR

Kosten für das Social Visa für Indonesien mit Agent

In Singapur: 170 SGD (ca. 110 EUR)

Nach 60 Tagen bei der Imigrasi: 700.000 IDR (48 EUR)

Danach jeden Monat 700.000 IDR (48 EUR)                                                       -> insgesamt für 3 Mal: 2.100.000 IDR (144 EUR)

INSGESAMT: ca. 302 EUR

 

Das Social Visa kann man, laut meinem Agent, insgesamt vier mal beantragen. Also für 2 Jahre. Aber nach einem halben Jahr muss man es immer wieder neu, außerhalb von Indonesien, beantragen.

 

Bei Fragen, meldet euch gerne!

Ich kann euch auch gerne den Kontakt von meinem Agent in Mataram geben. Für Bali sollte man sich um einen Agent vor Ort bemühen. Beziehungsweise jeweils für den Ort, wo man sich aufhält.

 

 

Mein persönliches Fazit 2016

Heiligabend – alles ist anders

Zeit für ein Fazit 2016

 

Heute ist das erste Weihnachten ohne meine Familie.

Anders als geplant. Ich bin mit dem Boot nach Gili Air gefahren, um mit einer Freundin Christmas-Chanukka zu feiern. Sie hat sich entschlossen den Abend lieber mit ihrem Freund im Bungalow zu verbringen. Wir hatten einen netten Abend, aber dass er so früh endet, war überraschend. Für mich war Weihnachten immer eine coole Zeit mit der Family zu verbringen. Heiligabend war immer lustig! Ich muss sagen, ich hatte die letzten Monate recht selten richtig Heimweh. Ich vermisse meine Family, aber Deutschland generell eher weniger bis gar nicht. Jetzt zu Weihnachten kamen da schon mal ein paar Heimeh-Gedanken, so ganz alleine am anderen Ende der Welt. Weihnachtsstimmung kommt hier absolut nicht auf. Ich setze mal auf Silvester! Vielleicht muss mein Weihnachten dieses Jahr genauso sein: Zeit ein Fazit zu ziehen!

Ich sitze gerade in einem absolut schäbigen Bungalow in Gili Air, der eigentlich 150.000 kostet, aber heute an Weihnachten 200.000. Außer ich und meine Freundin wohnt hier keiner. Und das wundert mich ehrlich gesagt nicht! Selbst 150.000 sind zu viel. Traditionelle Lumbung Bauweise aus  Bambus und strohartigem Dach, irgendwie offen und es wimmelt nur so vor Moskitos, Ameisen und ich will es gar nicht wissen und suche gar nicht erst danach. Das Badezimmer ist eine Katastrophe und ich würde hier nicht mal duschen. Die Toilette ist schon eine Herausforderung.

Aber “the question is: who cares?” und die Devise: “lower your expectations please!”

Nach meinem Thailand Urlaub Ende letzten Jahres, war für mich klar, dass ich endlich anfangen muss, meinen Traum zu verwirklichen. Raus aus Deutschland, raus aus dem Hamsterrad und rein in die Welt. Was erleben, andere Menschen treffen… Leben!

Ich habe mich reingehängt, versucht herauszufinden, wie ich das anstellen kann ohne wirklich gespart zu haben. Das war nie wirklich mein Ding. Ich wusste nie wirklich wofür? Haus mit Garten irgendwo am Arsch der Heide auf dem Dorf oder in der Stadt und dickes Auto oder ein Heimkino? Brauch ich alles nicht. Ich habe das Geld nur so rausgepulvert, wie es mir gerade in den Sinn kam. Amazon dies, Party hier, Bla dort! Heute ist heute und morgen ist morgen. Und genau diese Lebenseinstellung haben die Leute hier auch. “Why not, no problem!” “Tomorrow is tomorrow!”

Ganz ehrlich, ich kenne wenige Menschen, die einfach mal Durchziehen, worüber sie seit langem Nachdenken und was sie sich wünschen. Vor allem wenn es eine große Veränderung bedeutet und mit Risiko und Umdenken zu tun hat. Geht ja alles nicht, viel zu gefährlich… stell dir mal vor es passiert dies! Oder hast du auch an das gedacht? Und und und oder oder oder bla bla bla bla! Das macht du eh nicht! Du kommst eh in zwei Monaten wieder!

Solche Gedanken motivieren auf jeden Fall in beide Richtungen. Nicht! Senden und empfangen!

Naja, auf jeden Fall habe ich gegoogelt und mir wochenlang den Kopf zerbrochen. Ich bin schnell auf die digitale Nomaden Bewegung gestoßen und war in der Flut der Informationen leicht unentschlossen und ich habe in zu viele Richtungen gedacht.

Ziel: von überall arbeiten!

Klingt nach einer Herausforderung und anfangs unmöglich, aber nach monatelangem Ausprobieren und Umdenken, findet sich der Weg von selbst. Man muss nur anfangen, daran glauben, dran bleiben und letztendlich alles auf eine Karte setzen. Ich habe Anfang des Jahres neben der normalen Büroarbeit meine Firma aufgebaut, einfach ein Gewerbe angemeldet und dann losgelegt. Mit vielen kleinen Aufträgen gestartet und gemerkt, dass es funktioniert. Mittlerweile mache ich eigentlich das gleiche, wie vorher. Es war so einfach. Und ich habe mich echt gefragt, warum ich nicht direkt auf die Idee gekommen bin. Auf jeden Fall  habe ich nicht lange gewartet und bin los. Ich hatte das Gefühl, es ist der richtige Zeitpunkt und innerhalb kürzester Zeit habe ich alles gekündigt: “Never try, never know!” “Why not? No Problem!” ” Tidak apa apa!”

Aku cinta Indonesia

Erstes Ziel: Indonesien! Warum? Keine Ahnung! Klingt interessant, asiatisch, viele Inseln, nicht überlaufen, viele neue Eindrücke, interessante Natur – Paradise!

Und es war die richtige Entscheidung. Ich wollte nach Ablauf meines Visas eigentlich weiterziehen. Ich war zwischendurch einen Monat in Indien, bin aber danach direkt wieder zurück nach Indonesien. Auch eine crazy Aktion. Aber hat sich richtig angefühlt. Indien war gar nicht auf meiner Bucketlist! Es war interessant, ich habe viel gelernt, aber viel zu stressig und viel zu indisch! Indonesien ist die perfekte asiatische Mischung. Nicht so furchtbar anstrengend wie Indien, nicht so touristisch wie Thailand. Und die Menschen sehr interessant und gechillt!

Aku cinta Gili Meno

Letztendlich bin ich nach der heftigen Rinjani Tour auf Gili Meno gelandet. Ich wollte zwei Tage bleiben und jetzt nenne ich es meine Home Base. Eine paradisische kleine Insel. Honeymoon Island! Kaum was los, keine Autos – quiet! Perfekt zum Arbeiten, außer dass das Wifi schlecht ist und öfter mal der Strom ausfällt. Aber auch das kriegt man schnell eingeplant und passt sich an! Es gibt wirklich nicht viel auf der Insel. Man kann mit dem Fahrrad schnell die ganze Insel umrunden oder mit dem Pferd. Kühe, Hühner und Ziegen leben eigentlich frei. Hunde sind verboten. Und es dauert einige Zeit bis man sich an die frühen Gesänge der Moschee und das nächtliche Krähen der Hähne gewöhnt hat. Hinzu kommen die Partyklänge von Trawangan. Die Insel liegt nur ein paar hundert Meter entfernt und ist mit dem Boot schnell zu erreichen. Viel zu viele Menschen! Aber zum Feiern perfekt! Die Insel ist auf Boote angewiesen. Alles muss transportiert werden. Mit Booten und dann mit den Kutschen. “Sorry, we dont have salad today. We ordered in Lombok, but not yet here!” Wenn man was braucht, muss man mit dem Public Boat nach Lombok fahren. Aber eigentlich braucht man nicht oft etwas!

Shopping…. nur das nötigste! Und so langsam lösen sich meine Klamotten auf… “Who cares?” Sie sind immer noch gut genug!

Mein Ziel war: Weg aus Deutschland

In Deutschland bin ich eigentlich nie richtig angekommen. Hört sich blöd an, wenn man dort geboren ist. Irgendwas hat immer gefehlt. Schon in der Schule hatte ich keine Lust mich zu melden oder an irgendwelchen Aktivitäten oder Veranstaltungen zu beteiligen. Mir war das immer viel zu anstrengend und zu aufgesetzt. Die drei Jahre Ausbildung bei einer Unternehmensberatung waren ätzende und anstrengende drei Jahre. Dieses falsche und aufgesetzte Büroleben war die Hölle für mich! Immer! Morgens aufstehen und jeden Tag den gleichen aufgesetzten Müll. Ich war nie richtig motiviert und der Wecker ist mein Feind!Ich habe andauernd den Job gewechselt oder die Wohnung, damit ich was zu tun hatte und nicht vor Langeweile eingehe. Absolut null Herausforderung und absolut nichts Neues! Irgendwo ist alles gleich unbefriedigend gewesen!

Zu Hause ist immer der Fernseher an und die Leute sind verblendet von der Manipulation und kriegen nichts mit. Kommunikation über WhatsApp oder Facebook und schon Telefonieren wird zur Seltenheit. Ich habe in Deutschland schon länger den Fernseher ausgelassen und mich mit anderen Sachen beschäftigt. Ich habe viel gelesen, recherchiert und mir schnell den Aluhut aufgesetzt. Danach machte die Gesellschaft für mich noch weniger Sinn und die Werte, die vermittelt und angenommen werden, schienen mir nicht richtig Der Gedanke hat sich nur bestätigt seit ich unterwegs bin.

Weg von Engstirnigen, Gradlinigen, Hinterherrennern, Dummschwätzern, ganz Schlauen, Unbequemen, zu Bequemen,  Unsicherheit, Krieg, Realitätsverweigerern, Gutmenschen, Rechten und Linken, Fake-News , Bad News und Verblödung! (……………)!!!!

Meine Beziehungen in Deutschland waren eine Katastrophe. Immer war irgendwas. Vertrauen Fehlanzeige. Viele Leute sind mit sich selbst überfordert und kennen ab einem gewissen Zeitpunkt einfach keine Werte mehr. Von einer sinnlosen Beziehung in die nächste. Null Sicherheit, immer gewappnet auf den nächsten Knall und die nächste Enttäuschung. Bis ich gelernt habe, mich auf mich zu konzentrieren. Im buddhistischen Zentrum habe ich viel gelernt und viel mitgenommen. Aber auch das hat einige Zeit gedauert.

Adeng Adeng!Tomorrow is tomorrow!

Auf meiner Reise habe ich viel gelernt, vor allem über mich selbst. Ich bin nicht mehr so nervös, wie ich es in Deutschland war. “Take it easy!” “Slowly slowly!” oder auf indonesisch “Adeng adeng”!Und ich bin Profi im Alleinesein. Ich mache mir keinen Kopf, was andere über mich denken oder wer das tollste Auto hat oder was ich neues brauche. Ich habe einen Rucksack, meinen Laptop und meinen Bungalow auf Gili Meno. Ich füttere jeden Tag meine Chickens und hoffe auf ein paar Eier am Morgen, um mir ein Omelett zu braten. Habe schon überlegt ein paar Tomaten anzupflanzen. Die ich übrigens in Deutschland nicht mochte!

Mein Tag besteht aus Sonnen am Strand am Morgen, Arbeiten am Nachmittag und Chillen mit den Locals und Freunden am Abend. In einer kleinen Runde, auf dem Boden sitzend und einer schnappt sich die Gitarre.

Die Leute sind viel gelassener. Wenn man in ein Restaurant kommt hat man manchmal das Gefühl die Ruhe der Mitarbeiter zu stören mit seiner Anwesenheit. Es wird viel gelacht und geredet und Politik ist kein Thema. Der Fernseher bleibt selbstverständlich aus oder es gibt gar keinen.

Die Menschen sind sehr naturverbunden. Bis 2010 gab es auf Gili Meno nicht mal Strom. Nur Generatoren, die von 6 bis 18 Uhr liefen. Und wenn nicht, dann nicht! Für alles gibt es eine Lösung. Easy going!

Ich habe so viel gelernt und bin in vielen Hinsichten gelassener. Sauberes Badezimmer und nicht-westliche Toiletten waren anfangs Herausforderungen. Spinnen im Zimmer, Geckos hinter der Toiletten, ein Skorpion als Mitbewohner oder große Lizzards.

Alles kein Problem. Außer die Spinnen sind zu groß oder ich sehe eine Schlange auf dem Weg. Und diese Moskitos! Zerstochen ist gar kein Ausdruck. Meine Beine sehen aus! Mein Fuß war zeitweise so angeschwollen von den Stichen, das war schon nicht mehr schön. Mein ständiger Begleiter ist Autan Spray und eine Flasche Baigon im Zimmer, um die Mistviehcher zu töten! Im Vergleich zu den Locals bin ich immer noch fimschig, wenn es um die Tierchen geht, aber ich werde besser und bin abgehärtet. Ist auch irgendwie lächerlich alles was zur Natur gehört als störend zu empfinden. Man muss sein Denken erweitern und sich einfach mal öffnen und die Energie fließen lassen!

Hier werden einfach viele Sache unwichtig und viele Sachen wichtig.

Mein Fazit 2016

Mein Fazit für dieses Jahr: Absolut die richtige Entscheidung und es war mehr als an der Zeit die Reißleine zu ziehen. Ich habe meinen Traum verwirklicht, bin befreit von materiellen Giergedanken und absolut glücklich. Ich habe keinen Plan, weiß nicht, wie lange ich noch hier bleibe oder ob ich in ein paar Monaten weiter ziehe. Eins weiß ich bestimmt, in Deutschland werde ich nicht leben. Ich plane auf jeden Fall regelmäßig zu Besuch zu kommen, aber langfristig werde ich beklopppt in der heuchlerischen kommerziellen Welt. Es ist natürlich nur meine persönliche Einstellung und mein Wahrnehmen. Vielleicht geht es euch anders.

Für mich lebt es sich hier in dieser Welt einfacher. Gelassenheit, Ehrlichkeit und Zusammenhalt, statt Neid, Lügen und Verblendung. Nicht viel Geld und trotzdem keine Probleme. Geld macht nicht glücklich, es macht es zwar einfacher, aber gewinnen tut man dadurch nicht viel, wenn man alles andere vergisst! Im Leben geht es nicht um dicke Autos, teure Uhren, ein schön gefliestes Badezimmer oder den größten Fernseher. Nichts davon braucht man!

Wenn alles selbstverständlich ist, verliert es doch irgendwo seinen Wert!

Ich bin froh, dass ich in der kurzen Zeit so weit gekommen bin. Genau das war mein Wunsch. Von penibel und anstrengend für mich selbst zu ach komm scheiß doch drauf, wen juckt´s!  Ich brauch gar nichts, außer eine gute Einstellung, Spaß, an dem, was ich mache und gechillte Leute, die mir zeigen, dass es auch anders geht!

Ich habe seit meinem Thailand Urlaub einiges auf die Beine gestellt und hoffe, dass es alles weiter so gut läuft und die Energie weiter auf meiner Seite ist.

Mein neues Ziel ist es, mich irgendwo auf einer Insel niederzulassen, ein kleines außergewöhnliches Bungalow-Projekt zu starten und eine kleine coole Sache aufzuziehen, die ich managen kann! Das wär genau das Richtige für mich! Ich sag mal 5-Jahres-Plan!

Ich könnte noch Stunden so weiter schreiben und der Artikel ist bestimmt ergänzungsbedürftig. Blabla! 🙂  Eigentlich bin ich schon länger an einem Artikel dran, der das Leben und die Leute hier beschreibt und die vielen Unterschiede und Eigenheiten auf einer Insel. Dafür werde ich dann jetzt die Feiertage nutzen.

Das war so ganz grob meines Jahresrückblick und mein Fazit von 2016.

Chaotisch, wie immer, aber absolut zufriedenstellend. Ich habe so viele Menschen mit anderen Lebenseinstellungen getroffen und meinen Horizont absolut erweitert. Und genau das ist der Plan für die kommenden Monate: Kein Plan!

Take it, easy feel free and enjoy!

Lower your expectations, please!

Don´t worry, be happy!

 

Komodo Trip Adventure

4 Tage / 3 Nächte mit dem Boot nach Flores

Einzigartige Erfahrungen auf dem Weg nach Komodo

Tolle Schnorchelspots, riesige Mantas, Red Beach, Komodo Village und Komodowarane hautnah!

 

Der Trip nach Komodo stand schon seit langem auf meiner To Do Liste. Es ist eine einzigartige Erfahrung, die sich wirklich lohnt! Ich liebe das Meer und die Zeit auf dem Boot war toll. Absolute Ruhe und wunderschöne Eindrücke. Was mich besonders beeindruckt hat waren die Schnorchelspots und die tollen Farben unter Wasser. Der Manta Point war ein Highlight. Und natürlich die Insel Komodo mit einem wunderschönen roten Strand, dem Komodo Village, das ich in Deutschland schon in Dokumentationen super interessant fand und natürlich die riesigen Komodowarane, die man auf Komodo und Rinca bewundern kann.

Start in Bangsal, Lombok

Gestartet sind wir in Lombok. Wir haben uns am Mittwoch um 9 Uhr im Café Lombok getroffen. Los ging es allerdings erst um 11:30 Uhr. So hat man aber genug Zeit für die Registrierung und letzte Besorgungen. Auf dem Schiff gibt es nichts zu kaufen, darum sollte man sich mit allem eindecken. Man hat zwar bei manchen Stopps die Möglichkeit Snacks und Bier zu kaufen, aber es macht Sinn schon etwas dabei zu haben. Wenn die anderen Boote schneller sind, kommt es vor, dass das Bier bereits ausverkauft ist. So war es zum Beispiel bei uns!

Schlafen auf dem Deck

Nach einem kurzen Briefing geht es zum Schiff.  Für 1.500.000 IDR schläft man mit den anderen auf dem Deck. Wir haben uns direkt den besten Platz auf dem Deck gesichert. Direkt neben dem Ausgang, damit man nicht immer über alle drüber klettern muss. Von Luxus kann hier keine Rede sein, aber es ist absolut okay für ein paar Tage. Jeder bekommt eine Matte, ein Kissen und eine Decke.

In der Nacht sollte man auf jeden Fall die Fenster hinter sich zu machen. Sonst wird es bei hohem Wellengang ungemütlich nass.

Zwar ist nach einem Tag sowieso alles feucht und klebrig, aber man muss es ja nicht provozieren 🙂

Schlafen in der Kabine

Für 2.500.000 IDR bekommt man eine kleine Kabine. Es waren zwei Familien mit Kindern mit uns auf dem Boot, die in den Kabinen geschlafen haben. Viel passt in die Kabinen nicht. Man bekommt einen Raum, in den nicht mehr als die Matratze passt und unter dem Bett hat man die Möglichkeit seine Sachen zu verstauen.

Ich war mit der Matratze auf dem Deck zufrieden und die Abende mit der Gruppe waren immer lustig. Wir hatten Glück, dass wir eine sehr ruhige Gruppe hatten. Insgesamt waren wir 25 Leute. Die Abende waren gechillt und es gab keinen Stress. Wie unser Guide Mr. D uns berichtet hat, war das aber eher ein Glücksfall und ab und zu kann ein Abend auch mal im Chaos enden.

Verpflegung auf dem Boot

Die Boote sind sehr spartanisch. Es gibt keine Dusche und kein Frischwasser. Selbst die Kaffeetassen werden mit Salzwasser gewaschen. Nach vier Tagen wünscht man sich dann schon das Salzwasser mal abwaschen zu können. Regen tut es vorübergehend aber auch 🙂

Es gibt zwei Toiletten, die die ganzen vier Tage sauber gehalten wurden. Allerdings ohne Waschbecken und Spiegel. Fürs Zähneputzen nimmt man einfach eine Flasche Wasser und das große Waschbecken 🙂

Im Preis sind drei Mahlzeiten enthalten. Die Mahlzeiten sind hauptsächlich vegetarisch. Zum Frühstück gab es Pancakes oder Toast. Zum Mittag- und Abendessen Reis mit verschiedenem Gemüse, Kohl und Tempeh. Nur an einem Abend gab es Hühnchen dazu. Wer Glück hat, fängt unterwegs einen Fisch oder einen Tintenfisch,  das war bei uns leider nicht der Fall. Man gewöhnt sich dran. Schlecht war es nicht. Aber alle hatten Heißhunger auf Burger, als wir wieder an Land waren 🙂

 

Erster Tag

Start in Lombok und Schwimmen am Sugian Bay

Am ersten Tag sind wir gegen 12 Uhr in Bangsal gestartet. Man ist den ganzen Tag mit dem Boot unterwegs, auch über Nacht. Der einzige Stopp ist Sugian Bay am Nachmittag. Dort kann man kurz vom Boot springen und sich erfrischen. Es waren zufällig einige Kinder am Strand, die uns an Land gewunken haben, um uns zu zeigen, wie man eine Kokosnuss vom Baum holt. Unser Kokosnussvorrat war damit auch erst mal gedeckt!

Zweiter Tag

Spaziergang zum Wasserfall auf Moyo Island und Schnorcheln bei Santonda Island

Nach einer spannenden Nacht auf See mit hohen Wellen und unruhigem Schlaf, sind wir, alle etwas zerknittert und müde, beim zweiten Stopp angekommen.

Moyo Island – eine fast unbewohnte Insel im Norden von Sumbawa und die letzte Möglichkeit für die Crew den Frischwasservorrat aufzufüllen oder Decken im Fluss zu waschen (der Fluss wurde von der Crew tatsächlich genutzt, um die Decken zu waschen).

Für uns war es die letzte Möglichkeit zu “duschen”, bzw. im Wasserfall zu baden. Der Wasserfall ist nach einem fünfzehn minütigen Spaziergang durch den dichten Wald erreicht und die Mutigen können auch noch ein paar Meter die Felsen hochklettern und den Natural Pool genießen.

Leider war das Wetter nicht besonders gut und es hat die ganze Zeit geregnet.

Santonda Island – ist nur ein paar Stunden von Moyo Island entfernt und liegt ebenfalls im Norden von Sumbawa. Hier hat man die Möglichkeit mit dem Speedboat auf die Insel zu gelangen, um ein paar Snacks oder Bier zu kaufen (wenn es nicht schon ausverkauft ist). In der Mitte der Insel befindet sich ein Krater mit einem Salzsee. Der See ist schnell zu erreichen, da die Insel nicht besonders groß ist. In der Bucht kann man super schnorcheln. Viele verschiedene Fische tummeln sich in den bunten Korallen und das Wasser ist sehr sauber und klar.

Dritter Tag

Trekking auf Laba Island, Schnorcheln mit Mantas am Manta Point, Relaxen am wunderschönen Red Beach und Besuch in Komodo Village

Auch in der zweiten Nacht war das Boot die ganze Zeit unterwegs. Im Gegensatz zur ersten Nacht, war die See sehr ruhig und ich konnte richtig gut schlafen.

Morgens gegen 7 Uhr erreichten wir Laba Island. Die Insel liegt weiter auf dem australischen Kontinent und das Klima und die Natur sind viel trockener als noch auf Moyo oder Santonda Island. Die Insel ist völlig unbewohnt und es gibt kein bisschen Zivilisation.

Auf dem Programm stand Trekking. Es war sehr heiß und die Sonne extrem, einige haben es nicht auf den höchsten Punkt geschafft. Nach der Rinjani Tour schreckt mich nichts mehr ab, daher waren die 1,5 Stunden Trekking in der Sonne eher Kindergarten für mich.

Die Aussicht war der Hammer!

Ich hatte mich schon auf eine Abkühlung im Wasser gefreut, aber daraus wurde nichts. Überall im Wasser waren Quallen und dann hat auch noch jemand die Klospülung betätigt. Sehr schlau, wenn das Boot gerade steht. Erste Regel: Spüle niemals ab, wenn das Boot steht. Denn wer will schon in Scheiße schwimmen?

Der zweite Stopp war dann aber mehr als eine Abkühlung.

Manta Point! Für mich ein absolutes Highlight. Unser Guide Mr. D meinte vorher, dass die Chance einen Manta zu sehen bei 80 Prozent liegt. Versprechen kann man nichts. Wir waren alle überwältigt, dass es so viele Mantas waren. Wir waren alle beeindruckt von diesen unglaublich großen Tieren! Ich hatte beim Tauchen schon mal einen Manta gesehen, allerdings war er weit entfernt und es war nicht zu erkennen, wie groß er wirklich gewesen sein muss. Es war schon ein bisschen beängstigend als die Mantas unter einem her geschwommen sind. Manchmal waren es drei auf einmal und jeder war 5 bis 8 Meter groß. Wenn sie zu nah kamen, ist schon mal eine kleine Panik bei dem ein oder anderen ausgebrochen. Sie sind zwar nicht aggressiv oder gefährlich, aber anfassen sollte man sie nicht. Dann kann es schon mal ungemütlich werden.

Es war wirklich unglaublich! Einige hatten sogar das Glück einen kleinen Hai zu sehen!

Nach ein paar Stunden erreichten wir dann Komodo. Erster Stopp auf der Insel war der Red Beach.

Ein unglaublich schöner Strand mit kristallklarem Wasser und super feinem Sand. Perfekt zum Relaxen.

Und kaltes Bier gab es auch! Lieferung frei Boot!

An den Felsen gab es auch einiges unter Wasser zu sehen. An einigen Stellen sieht es mehr aus, wie der Elefantenfriedhof in König der Löwen.

Das Highlight des Red Beach ist natürlich der rote Sand. Rote Korallen färben den Sand leicht rot. Ich war bereits an einem Pink Beach in Lombok. Dort habe ich das Pink im Sand wirklich nicht erkennen können. Aber der Red Beach macht seinem Namen alle Ehre. Wunderschön!

Komodo Village liegt nicht weit vom Red Beach entfernt. Wir haben in der Bucht vor Komodo Village übernachtet und hatten so die Möglichkeit vor dem Abendessen das Dorf anzuschauen. Ich habe schon mehrere Reportagen und Dokus über Komodo und das Dorf gesehen und habe mich riesig gefreut, dass wir mit dem Wassertaxi rüber fahren konnten.

Das Dorf ist sehr arm, die Leute haben viele Kinder und leben ausschließlich von Fischerei. Männer sieht man wenige, da sie alle auf See sind, um Geld zu verdienen.

Das Dorf ist das einzige auf Komodo. Die Häuser sind alle auf Stelzen gebaut. Zum Schutz vor Wasser und vor allem zum Schutz vor den Komodo Waranen, die ab und zu das Dorf besuchen. Vor allem nachts. Das letzte Kind, das gestorben ist und von einem Komodo Waran gefressen wurde, ist auf dem Weg zur Schule vom Weg runter in den Busch, um auf Toilette zu gehen. Die Vorfälle sind mittlerweile aber selten. Ich glaube, das war 2010.

Das Menschen im Dorf leben sehr traditionell und sind Moslems. Wenn die Frauen keine Söhne bekommen, werden sie irgendwann aus dem Dorf verbannt. Denn nur Männer können Geld verdienen und wichtige Aufgaben übernehmen.

Das Dorf liegt sehr abgelegen von der restlichen Zivilisation und das Leben dort ist nicht einfach. Die Partnerwahl ist also auch eher eingeschränkt und man kann vermuten, dass das ganze Dorf miteinander verwandt ist.

Sobald man das Dorf über den Steg betritt, kommen Kinder auf einen zu gestürmt,  die nach einigen Minuten nach Geld fragen. Wir haben beschlossen uns von einem kleinen Mädchen rumführen zu lassen und ihr dann dafür ein wenig Geld zu geben. Wir hatten eigentlich auch vor einzukaufen und Snacks mit aufs Boot zu nehmen. Nach unserem Einkauf konnten wir nicht anders, als alle unsere Süßigkeiten unter den Kindern zu verteilen.

Vierter Tag

Komodo Nationalpark, Rinca Island und Ankunft in Labuan Bajo

Wir haben in der letzten Nacht auf dem Boot in der Bucht vor Komodo übernachtet. Da Komodowarane schwimmen können, haben sich die meisten die Abkühlung im Wasser gespart.

Morgens sind wir dann zum Komodo National Park gefahren. Es war ein mulmiges Gefühl auf der Insel zu sein. Bevor man die Insel betritt wird man gefragt, ob man seine Tage hat. Das müssen die Ranger wissen, denn die Komodowarane riechen das Blut Kilometerweit.

Alle waren etwas angespannt und haben die ganze Zeit um sich geguckt.  Als wir die Ranger erreicht haben, gab es ein kurzes Briefing und Schauergeschichten und wir sind los in den Wald. Tatsächlich sieht man im Wald kaum Warane. Man muss schon sehr Glück haben einen der 1300 Komodowarane  im Wald zu Gesicht zu bekommen. Sie sind sehr gut getarnt und haben wahrscheinlich auch die Schnauze voll von Touristen.

Wir hatten aber Glück! Auf dem Hügel haben wir dann einen Komodowaran gesehen, der sich gesonnt hat. Zuerst dachten wir die Ranger machen Spaß. Der Komodowaran sah im ersten Augenblick aus, als wäre er aus Holz. Er hat sich nicht bewegt. Aber dann haben wir realisiert, dass wir besser Abstand halten.

Wo man immer Komodowarane sehen kann…. ist, wie nicht anders erwartet: Die Küche der Insel. Auch die Komodowarane sind mittlerweile nicht mehr ganz so wild. Sie wissen, wo es was zu Essen gibt! Als einer aus unserer Gruppe etwas in seiner Tasche gesucht hat, wurde einer der Warane ganz nervös und dachte, es gibt was zu essen.

Im Anschluss an den aufregenden Spaziergang auf der Insel, gab es noch ein zweites Frühstück und dann ging es direkt weiter nach Rinca Island.

Rinca Island gehört ebenfalls zum Komodo Nationalpark. Die Insel ist super schön und vom Hügel hat man eine tolle Aussicht.

Auf dem Weg vom Boot zum Park, geht man vorbei an Mangroven, in denen Salzwasserkrokodile leben. Die Krokodile bekommt man nicht zu Gesicht, aber man sieht viele Affen und manchmal auch Wasserbüffel.

Wie auch auf Komodo, tummeln sich die sichtbaren Exemplare der Komowarane in der Nähe der Küche. Auf Rinca Island haben wir keinen Komodowaran auf  unserem Weg durch den Wald gesehen.

Bevor das Boot den Zielhafen in Labuan Bajo auf Flores ansteuerte, konnten wir uns alle noch mal beim Schwimmen und Schnorcheln in Kelor Island erfrischen. Kelor Island liegt eine Stunde mit dem Boot von Labuan Bajo entfernt. Die erste Dusche nach vier Tagen war also nicht mehr weit.

Nach vier Tagen gemeinsam auf dem Boot, konnte man schon eine leicht genervte Stimmung in der Gruppe spüren und alle waren froh, als Labuan Bajo in Sicht war. Ich hatte keine sauberen oder trockenen Klamotten mehr und alles war klebrig!

Dusche und Burger essen!

Am Abend haben wir uns alle zum Fisch essen in einem Warung getroffen und haben den Abend in der Reggae Bar Paradise mit Live Musik ausklingen lassen.

Labuan Bajo ist nicht besonders groß und es gibt nicht allzu viel sehen. Was mir direkt aufgefallen ist, ist, dass es neben dem Gesang der Moschee auch christlichen Gesang aus den Kirchen gibt. Flores ist zu 90 Prozent katholisch, aufgrund des Einflusses der Portugiesen.

Zurück nach Lombok ging es am nächsten Morgen mit dem Flugzeug von Labuan Bajo über Bali. Die Airlines haben immer Verspätung, wir haben unser letztes Boot zurück auf die Gilis in Lombok natürlich verpasst und haben eine Nacht in Senggigi übernachtet.

Alles in allem war es ein absolutes Erlebnis und eine coole Erfahrung. Wir haben in den vier Tagen sehr viel erlebt und viel Spaß gehabt. Wer nicht unbedingt Luxus braucht, sollte diese Tour auf jeden Fall mit in seinen Indonesien Urlaub einplanen! 

 

 

Public Transport in Indien

Ob Zug oder Bus – Public Transport in Indien ist immer ein Spaß

Um in Indien günstig von einem Ort zum anderen zu kommen, nutzt man am besten den Public Transport. Bus und Zug fahren kostet, je nach Entfernung, oft nur ein paar Cent oder Euro. Luxus bekommt dafür natürlich nicht. Höchsten Air Condition…

Zug fahren in Indien

Zumindest in der General Class ist es richtig günstig… das heißt dann aber auch manchmal Stunden warten, bis ein Platz frei wird oder man klettert auf die Gepäckablage, sofern da noch ein freier Platz ist.

Je nach dem, wie lange man fährt, kann man auch ruhig mal die General Class wählen. Es macht wirklich viel Spaß und man trifft auf viele verschiedene Leute und Familien. Die Fahrt nach Bangalore fand ich furchtbar. Wir sind nachts spontan nach Bangalore gefahren und hatten kein Bett. sondern mussten irgendwie im Sitzen und zusammen gequetscht in der General Class versuchen ein bisschen Schlaf zu bekommen. Ich hatte so Nackenschmerzen als wir angekommen sind.

Je nachdem, von wo nach wo man in Indien fährt, kann der Zug auch mal über 50 Stunden brauchen. Das würde ich wirklich nicht empfehlen. Meine längste Fahrt war von Goa nach Cochin, ca. 15 Stunden in der Sleeper Class  und ich war nicht einmal auf Toilette 🙂 Ich bin in Goa auch erst mal in den falschen Zug eingestiegen und hatte bis zum nächsten passenden Bahnhof, um umzusteigen, eigentlich gar kein Bett. Zum Glück trifft man immer auf nette Leute und die haben mir dann ein Bett abgegeben. #Mitleid mit der Weißen ohne Plan 🙂 Es war aber auch alles verwirrend alleine an diesem Bahnhof und die Durchsagen waren, wie immer, nicht zu verstehen.

Auch wenn man die Sleeper Class bucht, hat man nicht immer die Möglichkeit auch in seinem Bett zu liegen. Denn wenn den anderen Leute gerade nicht nach schlafen ist, werden die Betten nicht ausgeklappt und man muss ausharren. Wenn man seine Ruhe will, sollte man das obere Bett wählen.

Am besten ist es immer noch einen Platz an der Tür zu ergattern und seine Füße während der Fahrt aus dem Zug baumeln zu lassen. Ich hatte anfangs zwar Angst, aber man muss nur an den Bahnhöfen mit den Füßen aufpassen. Richtig entspannend. Und der Wind,  der einem um die Ohren bläst, macht das Ganze erträglicher. Man fühlt sich, wie im Film 😉

Zufahren in Indien ist wirklich eine Erfahrung. Im Zug gibt es eine sehr vertrauenerweckende Küche und Essen für die Langstreckenfahrer.

Und am Bahnhof rennen auch die Biryani-Reis-Verkäufer auf und ab, sobald ein Zug hält. Auch wenn man das Essen im Zug nicht kauft, ist man am Ende der Reise brainwashed und hat das Gefühl man braucht jetzt dringend eine Portion Biryani-Reis oder Tomatosoup 🙂

Wir hatten in Bangalore richtig Spaß!

Mattias hatte noch Cookies über (die leckeren Chili-Masala Cookies :-P) und ist erst mal mit gerannt und hat die Cookies verteilt! Die Leute im Zug haben sich mega gefreut: “You are like an Indian!”

An einem Morgen musste ich mir dann doch was zu Essen kaufen: Käsebrot und Omelett. War nicht so appetitlich 🙂

Bus fahren in Indien

Die Busse sind nicht besonders modern, wie zu erwarten. Die Straßen sind schlecht und man kommt sich vor, wie auf einer Achterbahnfahrt. Die meisten Busfahrer fahren wie Gestörte. Und die Busse sind natürlich voll. Aber es gibt extra Frauensitze!

Manche Busse ähneln auch eher Partybussen. Es läuft immer ein Bollywood Kanal 🙂

 

 

Der Nachtbus war recht komfortabel muss ich sagen. Man konnte zwar mit dem Geruckel auch nicht besonders gut schlafen, aber besser als die Züge und man hat wirklich seine Ruhe. Ist aber auch etwas teurer…. aber trotzdem nicht teuer.

 

Wer in Indien unterwegs ist, sollte auf jeden Fall den Public Transport nutzen.. Dabei statt mittendrin! Man sieht zwar keine Züge, an denen die Leute von außen hängen, aber es ist trotzdem eine coole Erfahrung <3

 

 

 

Ein paar Tage in Goa

Strand, Tattoo-Mission und Beamtenbestechung bei der Goa Traffic Police

Es war eine lustige Zeit, aber…

… für meinen Geschmack ist Goa viel zu touristisch

Ich hatte nur ein paar Tage in Goa am Strand. Was auch nicht so schlimm war. Ich mag Goa nicht besonders. Ich habe zwar nicht viel gesehen, aber ob der Rest so toll ist, bezweifel ich mal an dieser Stelle. Die Strände sind nichts Besonderes und es ist die erste Anlaufstelle für Touristen, aus dem Ausland und Inland. Positiv ist, dass der Alkohol im Vergleich zum Rest des Landes wirklich viel günstiger ist. Was aber wiederum auch der Grund für alle Inder ist nach Goa zu fahren. Wir waren in der Nebensaison da und trotzdem war es recht überlaufen. Das Essen ist teuer und schmeckt absolut nicht indisch, weil die Köche mit den Gewürzen geizen, um die Touristen nicht damit zu verschrecken, dass es zu scharf ist. Selbst, wenn man nach scharfem Essen fragt, bekommt man es nicht. Und wenn auf der Speisekarte in Indien Fingerfood steht, weiß man, dass man wirklich an einem sehr touristischen Ort ist. Denn: Inder essen alles mit den Fingern!

… die Strände in Goa fand ich auch nicht so besonders

Das ist wohl der Grund, warum meine Foto-Ausbeute mehr als mau ist. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich zu verwöhnt bin. Und ist Geschmackssache…

Aber immerhin gab es eine German Bakery….

… nur leider kein Brot! 🙁

…. und die Krankenhäuser sind schön

… und absolut modern!

Mein Reisepartner Mattias hatte sich ein paar Wochen vorher beim Rafting im Ganga River eine Infektion eingefangen, die eigentlich nur Ratten und Hunde bekommen. Die Symptome kamen wieder und wir dachten uns, wir gehen lieber mal in Krankenhaus. Man weiß ja, dass der Ganga River nicht zum Schwimmen geeignet ist, aber der Guide meinte auf die Frage, ob es wirklich okay ist: Klaaar! Das ist doch heiliges Wasser…

So habe ich wenigstens mal ein indisches Krankenhaus von innen gesehen und war froh, dass ich mir nichts eingefangen habe. Ich hatte echt Glück. Ich war übersät mit Moskitostichen und hatte Angst vor Dengue Fieber und die Local Restaurants sahen auch nicht immer ganz steril aus. Ist ja noch mal gut gegangen!

Mein Grund nach Goa zu fahren: Tattoo Mission

Ich habe mir vorgenommen in jedem Land ein Tattoo machen zu lassen. In Indien macht man es am besten in Goa. Und es war wirklich eine gute Entscheidung und dafür hat es sich schon gelohnt.

An dieser Stelle noch mal Danke, Duncan! Inkfidel in Anjuna kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen. Er nimmt sich Zeit, arbeitet sehr genau und wir hatten viel Spaß!

…. und der Weg nach Anjuna, bzw. zurück war auch sehr spannend

Goa Traffic Police und Beamtenbestechung

Das Tattoo hat von drei Uhr nachmittags bis spät abends gedauert. Zum Glück hatten wir einen Roller gemietet, da in Goa die Taxi Mafia regiert. Man hört ja oft von der russischen Mafia, aber es ist eher die Taxi Mafia 🙂 Die Taxen haben ihre eigenen Preise und einen guten Draht zur Regierung. Die Preise sind unglaublich hoch, verglichen zum Rest von Indien. Auch wenn man überall White Tax bezahlt 🙂

Wir haben den Roller eher illegal gemietet. Die Roller für Touristen haben gelbe Schilder, wir hatten ein weißes. Wir hatten keinen Führerschein dabei und auch keinen Helm. Also mehr kann man eigentlich nicht falsch machen.

Als wir in Anjuna losgefahren sind, fing es natürlich erst mal an zu regnen. Und es war richtig kalt und wir hatten keine Jacken dabei.

Prompt gerieten wir in die erste Polizeisperre… die nachts wohl üblich sind auf dem Highway.

Die Polizei hatte, glaube ich, ein wenig Mitleid, weil es so geregnet hat. Mit ein paar dummen Ausreden kamen wir ganz gut weg. Aber ich musste weiterfahren, weil ich meinen Führerschein wenigstens im Hotel hatte. Und ich wusste in dem Moment nicht mal mehr, wie man einen Roller startet 🙂 Aber das haben wir auch gut gelöst. Mattias hat gentlemanlike den Roller für mich bereit gestellt und nach ein paar Metern haben wir wieder getauscht 🙂

Und da kam schon die nächste Polizeisperre. Ich hatte als Beifahrer noch den Helm auf. Das ist auch nicht erlaubt, denn der Fahrer muss den Helm aufhaben.  Aus der Nummer kamen wir so schnell nicht wieder raus. “How do you want the problem to be solved? Unsere erste Frage war natürlich “How much?” Aber so einfach geht das mit der Bestechung dann doch nicht. Nach etlichen Diskussionen, Geschichten und immer der gleichen Frage, warum wir keinen Führerschein und keine Papiere haben, durften wir endlich bezahlen. Und auch da hatten wir Glück. Mattias hatte nur 340 Rupees im Portmonnee. “Das ist alles, was ich habe, wir sind keine Touristen, wir sind Traveller. Das ist eigentlich für mein Essen morgen.” Und der Polizist hatte so Mitleid, dass er Mattias 40 Rupees wieder zurückgegeben hat.

Es war eine spannende Nacht und um vier Uhr morgens sind wir klatschnass, durchgefroren und mit nur 300 Rupees weniger im Hotel angekommen.

Goa gefällt mir zwar nicht besonders, aber wir eine lustige Zeit!

 

 

Dudhsagar Plantation & Farmstay – Goa

Schöne Cottages, umgeben von einem Palmengarten und Plantagen

Perfekt für Naturliebhaber und um in familiärer Atmosphäre ein paar Tage zu entspannen

14907072_1173900462657702_7855765092066009665_n

Während meiner Indientour wurde ich von Ashok in das Farmstay auf der Dudhsagar Plantation im Herzen von Goa eingeladen. Da ich immer ohne große Pläne unterwegs bin, habe ich die Einladung spontan angenommen. Schon mein erster Eindruck von der Homepage war super, aber als wir angekommen sind, war ich richtig begeistert. Und es hat sich wirklich gelohnt.

14991853_1173893289325086_3722659164237822978_n

Wir hatten ein paar sehr entspannte Tage – perfekt um sich von dem Trubel in den Städten und dem Stress der Indientour zu erholen. Ich war in der kurzen Zeit, die ich in Indien nur aufgrund meines 30 Tage Visums war, viel unterwegs und Zeit zum Entspannen ist selten, wenn man nur ein paar Tage an einem Ort hat und man möglichst viel sehen möchte.

Die andere Seite von Goa – fernab von Tourismus und überfüllten Stränden

Das erste, was einem in den Sinn kommt, wenn man an Goa denkt, ist: Strandurlaub und Party. Vor allem indische Touristen fahren nach Goa, um zu feiern. Dabei hat Goa sehr viel mehr zu bieten und es gibt neben den Stränden viel zu sehen.

Dudhsagar Plantation & Farmstay

Das Farmstay liegt im Süden von Goa am Fuße der Western Ghats. Wir sind mit dem Zug von Hampi bis Kulem gefahren. Von dort aus sind es nur wenige Minuten mit dem Auto oder mit dem Bus.

Eigentlich! Wir dachten uns, wir versuchen mal das Farmstay auf eigene Faust zu finden und nehmen den Bus. Es war natürlich der falsche Bus und wir sind erst mal in die komplett falsche Richtung gefahren. Wie immer in solchen Momenten hat man keinen Empfang oder das Akku vom Handy ist leer. Nach einiger Zeit planlosem Herumirren, haben wir dann erst mal unser Handy geladen und Ashok angerufen, der uns dann abholen musste 🙂

Angekommen auf der Plantage, konnten wir erst mal einen leckeren Herbal Tee genießen und nach der langen Anreise von Hampi relaxen. Die sechsstündige Zugfahrt in der General Class war alles andere als entspannt, aber wie immer lustig zwischen den ganzen Locals.

Cottages

Das Farmstay ist wirklich der perfekte Ort zum Entspannen. Umgeben von einem wunderschönen Palmengarten und Plantagen, kann man die Stille und die Natur genießen und die vielen verschiedenen Vögel und Schmetterlinge beobachten.

Die Cottages sind liebevoll eingerichtet und vor allem das Badezimmer hat mich sofort begeistert. Duschen unter Palmen oder dem Sternenhimmel! Fantastisch!

Die Nächte waren sehr erholsam und ich habe richtig gut geschlafen bei den Jungle-Sounds 😉

Plantage & Spice Tours

Besonders interessant war der Spaziergang durch die Plantagen. Ich finde es immer spannend so etwas zu sehen. Man sieht viele Dinge, die man sonst nur fertig abgepackt aus dem Supermarkt kennt und man macht sich wenig Gedanken, wie und wo es eigentlich angebaut wird.

Neben Gewürzen, wie Pfeffer und Chilis werden auf der Plantage Heilpflanzen, Früchte und tropische Bäume wie Kokospalmen, Cashewbäume, Betelbäume und Teak angebaut.

Besonders gefreut habe ich mich über die Flasche selbst hergestelltes Kokosöl. Ich liebe Kokosöl und schwöre drauf. Man kann es für fast alles verwenden.

Auf der Dudhsagar Plantation wird alles biologisch angebaut und gekocht wird selbst hergestelltem Biogas.

Aus den Cashews wird Schnaps gebrannt. Goa ist bekannt für Cashew Fenny. Es gibt eine leichte und eine stärkere Variante, die an Korn erinnert und auch als Medizin verwendet wird.

Die Spice Tour kann man übrigens auch ohne Übernachtung buchen und lohnt sich auch als Day Trip in Kombination den Waterfalls.

Plantagenbesuch (Spice Tour)

Umgebung

Die Umgebung eignet sich perfekt für Spaziergänge durch die Wälder oder angrenzenden Dörfer.

Nur 15 Minuten entfernt liegt ein Fluss. Der Fluss ist sauber und super zum Erfrischen.

Dudhsagar ist bekannt für den Dudhsagar Waterfall. Da ich den Wasserfall selber nicht besucht habe, verlinke ich hier mal 🙂

Dudhsagar Waterfall

Außerdem kann man den Besuch auf der Dudhsagar Plantation mit anderen Orten in der näheren Umgebung kombinieren, wie zum Beispiel dem Mollem National Park, Tambdi Surla Temple, Salaulim Dam oder dem Rivona and Netravali Wildlife Sanctuary.

Mir hat das Relaxen und die nähere Umgebung absolut gereicht und war perfekt zum Entspannen. Man muss ja nicht immer alles sehen. Die anderen Sehenswürdigkeiten habe ich mir für meinen nächsten Besuch auf der Dudhsagar Plantation aufgehoben 🙂

Wir hatten ein paar sehr relaxte Tage. Das hausgemachte Goan Food war super und die Abende waren sehr entspannt. Bei einem Fenny-Longdrink und interessanten Gesprächen mit Ashok hatten wir viel Spaß und eine tolle Zeit.

Ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch im Januar!

Schaut mal rein und gönnt euch ein paar Tage Entspannung auf der Dudhsagar Plantation

Karmane Village, Mollem National Park
403410 Goa / India
TEL +91 832 2616231 / +91 976 536 4456 / +91 942 076 6782
E-mail: dudhsagarplantation(at)gmail.com

Die Farm

 

 

 

Hampi – Unesco World Cultural Heritage Site

Hampi – Kultur, Tempel und die Hippie Insel

Von Bangalore nach Hampi

Wir sind von Bangalore mit dem Nachtbus nach Hampi gefahren. Die Busse sind sehr komfortabel und wenn die Straßen nicht so holprig wären, könnte man auch gut schlafen.

14713765_1162385643809184_2837275624564354660_n

Nach Hampi kommt man nur über Hospet. Hospet ist 12 km von Hampi entfernt. Der Bus von Bangalore kommt ca. gegen 6:30 Uhr in Hospet an. Ab sechs Uhr fahren Local Busse für 10 Rupees nach Hampi. Bei redbus.in kann man die Busse buchen, allerdings ist eine Zahlung mit Visa oder Mastercard nicht möglich. Man muss einen Local fragen, ob er die Zahlung online machen kann. Viele Touristen, die wir getroffen haben, wussten nicht, dass der Bus nicht direkt nach Hampi fährt, weil man bei redbus direkt Hampi als Ziel auswählen kann.

Von Hampi nach Goa

Wir sind mit dem Zug nachher von Hampi nach Kulem in Goa gefahren. In Hampi versuchen die Ticketbüros lediglich Bustickets zu verkaufen und sagen, es gibt keine Tickets mehr für den Zug oder es gibt eine Warteliste. Das stimmt nicht. Am Bahnhof kann man noch Tickets kaufen. Das einzige Problem ist, dass man von der Hippie Insel nicht so früh auf die andere Seite des Flusses kommt und die Fahrt mit dem Tuc Tuc kostet dann morgens 800 Rupees für 40 Kilometer. Wir waren ca. eine Stunde unterwegs. Die Boote fahren täglich von 8 bis 17 Uhr.

Hippie Insel in Hampi

Hampi ist unterteilt in zwei Bereiche. Auf der einen Seite sind die meisten Sehenswürdigkeiten, einige schöne Shops und man kommt gut und schnell wieder nach Hospet. Es wird gesagt, dass man dort nicht Rauchen und keinen Alkohol trinken kann, daher habe ich mich für die andere Seite des Flusses entschieden – die Hippie Insel. Dort sind viele Guesthouses und Bars und Restaurants. Es ist sehr touristisch und hat mir nicht gut gefallen. Auch wenn ich die Gelegenheit genutzt habe mal etwas westliches zur Abwechslung zum indischen Essen zu essen. Es gibt alles von westlichem Frühstück, richtigem Kaffee bis zu Pizza und Pasta. Und es schmeckt alles sehr gut. Wenn man indisch essen möchte, sollte man auf jeden Fall erwähnen, dass man richtiges indisches Essen haben möchte, da die Restaurants die Gerichte für Touristen zubereiten und die Schärfe oft komplett weglassen.

Man trifft auf viele Touristen von Israel, die nicht gerade zu meinem Lieblingstouristen gehören. Sehr alternative Atmosphäre, aber viele sind unfreundlich. Es wird bis nachts gefeiert und viele sind schon morgens stoned. Für mich war es nichts.

Wenn man in Indien einen richtigen Kaffee bekommt, weiß man, dass man am falschen Ort ist 🙂

Landschaft und Dörfer

In Hampi bietet es sich an einen Roller zu mieten und die Umgebung zu erkunden. Ein Roller kostet 250 Rupees am Tag und ein Liter Benzin 90 Rupees. Da kann man nicht meckern.

Wir haben einige Kilometer zurück gelegt und nicht nur die Tempel, sondern auch die Umgebung und die Dörfer erkundet. Es macht mir besonders Spaß zu sehen, wie die Menschen dort leben.

Sightseeing in Hampi

14702254_1164071753640573_4769598491807073165_n-1

Rund um Hampi gibt es etliche alte Tempel und Ruinen aus dem 12. Jahrhundert. Es ist sehr schön anzusehen, aber wenn man schon einige Tempel gesehen hat, ist es doch irgendwie immer das gleiche. Wir haben eine zweistündige Schnelldurchgang Tuc Tuc Tour gemacht. Für uns hat es gereicht.

Wir hatten Glück und sind im Lakshmi Tempel auf eine Reisegruppe von indischen Frauen getroffen, die heilige Stätten und Tempel besuchen. Wir wurden direkt in den Tanz eingebunden. Sie haben sich sehr gefreut und uns hat es Spaß gemacht.

Elefanten Tempel

Im großen Tempel lebt ein Elefant. Er ist zwar gefangen, aber macht einen recht glücklichen Eindruck und ist nicht in Ketten. Jeden morgen wird er im Fluss gebadet. Danach kann man in den Tempel gehen und sich für 10 Rupees von dem Elefanten segnen lassen. Locals zahlen nur 2 Rupees. Und das lustige ist, dass der Elefant da tatsächlich einen Unterschied macht. Wir haben versucht ihm eine Münze zu geben und er hat sie nicht angenommen.

14731176_1164072033640545_5164619457228569309_n 14695376_1164072093640539_8754823151239000307_n-1

Im Tempel leben viele Affen. Ich liebe Affen, aber man schon ein bisschen vorsichtig sein. Die Affen in Hampi sind aggressiv und klauen sehr gerne, vor allem Wasserflaschen.

14695552_1164071956973886_4164547175273394398_n 14695585_1164072000307215_1010638317218663516_n

Bangalore

Bangalore – Eindrücke aus der indischen Großstadt

Eigentlich mag ich keine großen Städte, aber als Zwischenstopp war Bangalore interessant

Großstadtleben, botanischer Garten, Tempel und Kino

Von Munnar aus wollten wir Richtung Norden nach Hampi mit einigen Zwischenstopps. Wir sind mit dem Bus von Munnar bis zur nächsten größeren Stadt gefahren.

14713597_1161001743947574_5305297301556573752_n

Die Busfahrt war holprig und gleichte einer Achterbahnfahrt mit der Wilden Maus in den schmalen Bergstraßen, aber die Aussicht kann man trotzdem genießen.

14690902_1161013983946350_6146745029781547592_n

14642516_1161008400613575_6644587345192981555_n

14641951_1161008597280222_4358371532755191074_n

14641993_1161007537280328_2620136854353375216_n

14656311_1161001867280895_7275215340186137164_n

Es war beeindruckend, wie sich auf dem Weg die Landschaft von grünen Wäldern und Plantagen auf Steppe im Tiger Reservat ändert.

14642183_1160979973949751_1566796680651797498_n

14729299_1161001420614273_7198468929056004995_n

14718884_1161001500614265_2586666050967620516_n

14642183_1160979973949751_1566796680651797498_n-1

Eigentlich wollten wir in der nächsten Stadt übernachten. Am Bahnhof haben wir uns mit einem der Locals unterhalten, der direkt nach Bangalore mit dem Nachtzug fahren wollte. Auf dem Weg gibt es nicht viel interessantes zu sehen. Darum haben wir uns kurzfristig angeschlossen. Die Fahrt mit dem Nachtzug war der Horror. Wir sind um 23 Uhr los und morgens angekommen. Wir hatten keinen Schlafplatz, sondern saßen in der zweiten Klasse. Nackenschmerzen vorprogrammiert, absolut nicht zu empfehlen. Außer man ergattert einen Platz auf der Gepäckablage.

14680539_1247653308638503_3345703233141448888_n

In Bangalore angekommen, hatten wir erst mal Schwierigkeiten ein passendes Hotel zu finden, das bei allen ins Budget passt. Ich habe lieber mein eigenes Reich und übernachte nicht gerne in Hostels, die auch nicht wirklich günstiger sind. Wir haben uns dann auf ein Hotel geeinigt, was etwas außerhalb der Stadt liegt. Es war wirklich ein Local Viertel und interessant abends durch die Straßen zu laufen und das Streetfood zu probieren. Auch wenn man aufpassen muss, dass man nicht gerade Rinderhirn oder Leber bekommt. Ich halte mich hier lieber an Chicken.

14725666_1160952853952463_1853904504725223765_n

14721546_1160952940619121_2515490365068567447_n

14729140_1160952977285784_988324194032379065_n

14690908_1160953003952448_1433305114705801729_n

14650644_1160953387285743_6455404792932612064_n

14670791_1160953433952405_6591045559350607091_n

14724392_1160953503952398_1331575706580844399_n

14717170_1160953560619059_5272021895281879592_n

In der Großstadt bekommt man noch mal andere Eindrücke von Indien. Es wirklich lustig zu sehen, wie die Kühe im Großstadtverkehr und dem Hupkonzert klar kommen und über die Straßen laufen.

14705799_1160953617285720_7405199280607127939_n

14705648_1160953657285716_6542648638866843739_n

14732167_1160953733952375_1300286978628120303_n

14639587_1160953767285705_6856921439842056750_n

14729134_1160953803952368_8717351559618921847_n

Indische Ladungssicherung ist auch immer wieder schön anzusehen. Mein Favorit ist die indische Bier-Security.

14695510_1160953860619029_5530992608202362510_n

Was auch immer wieder auffällt ist, dass alle Geschäfte und Läden in einem Viertel das Gleiche anbieten. An einem Platz tummeln sich alle Reifenhändler und an dem anderem Geschäfte für Bauzubehör oder Ingenieure. Die Läden bieten alle exakt das Gleiche an. Man kann zwar sagen Konkurrenz belebt das Geschäft, aber hier wird es wirklich übertrieben und führt sicher nicht zum gewünschten Effekt.

Botanischer Garten

Der botanische Garten, den wir durch Zufall gefunden haben, ist kein besonderes Highlight, aber perfekt für einen ruhigen Spaziergang, um dem Verkehr und dem Hupkonzert für einen Moment zu entkommen. Der Eintritt kostet nur 20 Rupees. Man sieht wirklich nichts besonderes, aber für 20 Rupees lohnt es sich doch irgendwie.

14671236_1160953293952419_6002221428098938590_n

14670909_1160953253952423_246852043606532637_n

14720327_1160953230619092_7767861346193406870_n

14705896_1160953193952429_3653375487599864440_n

14718666_1160953143952434_2119656761238462198_n

14725745_1160953110619104_7240156780220200169_n

14724517_1160953073952441_3498052515020764715_n

 Kino in Bangalore

Wir wussten nicht, was wir machen sollten und sind dann spontan ins Kino gegangen und haben uns den Film auf Englisch angesehen. Das Kino außerhalb von Bangalore ist schon etwas in die Jahre gekommen. Man darf zwar keine Snacks oder Getränke mit reinnehmen, aber kaufen kann man drinnen auch nichts. Alle Stände waren geschlossen. Mitten im Film lief eine Katze durchs Kino und die Inder nehmen auch kleine Babies mit ins Kino. Wirklich speziell! Mitten im Film wurde dann erst mal eine Pause eingelegt. Wir haben dann, leider zu spät, rausgefunden, dass zu dieser Zeit Sandwiches und Popcorn verkauft wurden. Wir haben nichts mehr abbekommen 🙂 War auf jeden Fall auch mal eine lustige Erfahrung.

14666136_1160953047285777_6911477194247793132_n

Social Rehab Hostel

Den zweiten Tag habe ich dann wiederwillig Downtown in einem Hostel verbracht. Es ist wirklich nichts für mich. Zu viele Menschen, keine Ruhe und Gemeinschaftsbadezimmer.

14731193_1161023720612043_1387019601768936035_n

14708385_1161024597278622_1973082105887576994_n

Das lag nicht am Hostel, sondern allgemein an meiner Einstellung zu Hostels. Die Leute dort waren super lieb und wir hatten viel Spaß an dem Abend. Das Social Rehab Hostel ist sehr gemütlich und für Leute, die gerne in Hostels übernachten perfekt. Ich hatte Glück, dass wir zum Wochenende da waren. Wir sind zum Biere Club und danach haben wir im Hostel weiter gefeiert. In dem Moment genau richtig für mich und Bier ist immer gut 🙂 Es gab sogar Hefe Weizen.

14716139_1161143510600064_5550858045683232914_n

14650195_1161144443933304_1350183897571054961_n

Es war ein wirklich lustiger Abend. Eigentlich ist es dort aber ruhig und ab 23 Uhr ist Feierabend. Bei uns ging der Abend bis vier Uhr und der Hangover am nächsten Tag war absolut klasse. Nicht!

Tempel

Wir haben in Bangalore nicht wirklich viel gesehen. Am ersten Tag waren wir platt von der schlaflosen Anreise im Nachtzug und am zweiten Tag von der Party. Es gibt einige Tempel in Bangalore, die sich lohnen.

Iskcon – Krishna Tempel

Wir waren im Krishna Tempel. Der Tempel öffnet um 16:30 Uhr. Uns wurden die VIP Tickets aufgedrückt und wir durften die Zeremonie aus erster Reihe beobachten.

Fotos waren eigentlich im Tempel nicht erlaubt. Ein paar habe ich aber doch hinbekommen. Drinnen aus der ersten Reihe habe ich mich nicht getraut und wäre auch ziemlich respektlos gewesen. Die Aussicht vom Tempel über die Stadt ist auch schön.

14650177_1160954107285671_5966769191397804566_n

14680632_1160954147285667_6901033963264825093_n

14671086_1160954173952331_4102887600559140669_n

14590469_1160954213952327_2031790540805416478_n

14705853_1160954247285657_630138597832566296_n

Der Mönch oder Priester hat uns dann noch eine persönliche Einführung in den Glauben an Krishna gegeben. Mit voller Überzeugungskraft. Krishna ist der einzige, der unser Herz reinigen kann. Wenn man das Mantra ein halbes Jahr wiederholt, wird man die Veränderung spüren. Es klang nur ein kleines bisschen nach Gehirnwäsche 🙂 Ich habe den Gesang den ganzen Tag nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Ich bin sicher, dass man schon nach einigen Wochen eine Veränderung spüren kann, wenn man das Mantra oft genug wiederholt.

14657488_1160954040619011_5402861102267614641_n

Es war eine interessante Erfahrung an der Zeremonie teilzunehmen. Die spirituellen Eindrücke haben aber beim rausgehen schnell ihren positiven Glanz verloren. Der Ausgang gleicht einer Labyrinth ähnlichen Markthalle., inklusive Kinovorstellung von einem 25-minütigen Animationsfilm. Dort kann man alles kaufen. Von Büchern, Figuren, über Shirts bis Snacks. Ich fand es furchtbar. Aber so versucht jede religiöse Gemeinschaft an Geld zu kommen. Schon beim Eingang muss man dafür bezahlen, dass man seine Schuhe abgibt.

14680789_1160954283952320_456297531311915921_n

Aber beim Rausgehen bekommt man ein Schälchen heilige Suppe, was auch immer das war mit den Worten: Hare Krshna.

14718585_1160954087285673_2047108175162844692_n

Ein Buch und heilige Süßigkeiten gab es dann auch noch für die VIP Besucher dazu.

14721621_1160953937285688_7571087749637404095_n 14657372_1160953970619018_2339399063111938946_n

Wie gesagt, es war interessant. Aber letztendlich doch eher eine Verkaufsveranstaltung.

Eindruck Bangalore

Ich hatte eine schöne Zeit in Bangalore. Ich konnte viele Eindrücke mitnehmen. Allerdings ist es sehr laut und abends wäre ich alleine nicht mehr auf die Straße gegangen. Sicher hätte ich mich alleine nicht gefühlt. Mir ist die indische Großstadt zu stressig und zu laut, aber es war interessant für ein paar Tage. Als Zwischenstopp war es eine tolle Erfahrung. Aber zwischendurch habe ich mich auf meine Lieblingsinsel Gili Meno zurück gewünscht. Grundsätzlich gibt es für mich in Indien sowieso in einigen Regionen zu viele Dinge, auf die man achten muss. Die Kulturunterschiede sind schon sehr groß.

Manchmal liebe ich Indien, in anderen Momenten, denke ich das Gegenteil. Lohnt sich aber! Vor allem, wenn man alles mitnimmt und nicht nur den Luxus in Hotelanlagen genießt, sondern sich das Leben und die Menschen ansieht.

 

 

Munnar, Kerala

Munnar – ein ruhiger Ort in den Bergen von Kerala

Wunderschöne Aussicht, Natur, Wälder, milde Temperaturen und wilde Elefanten – perfekt zum Entspannen

 

Munnar ist bekannt durch die Munnar Hillstation der Engländer. Die Engländer haben ihre Hillstation damals hier errichtet, um den heißen Temperaturen zu entkommen. Verglichen mit den Temperaturen an der Küste von Kerala ist es hier relativ kalt und feucht. Es regnet so gut wie jeden Tag. Aber die Aussicht und die Natur sind traumhaft. Viele Locals haben hier in Munnar ihre Ferienhäuser. Aus dem gleichen Grund. Die Sonne kommt momentan nur selten raus. Meist am Morgen. Es ist sehr bewölkt und in manchen Regionen sehr nebelig. Langsam verliere ich meine Farbe und habe das Gefühl, ich muss dringend mal wieder an den Strand.

Hier kann man perfekt entspannen, wandern oder eine Jeeptour machen. Hier würde es sich auch anbieten ein Motorrad zu leihen.

Man ist umgeben von Gewürz- und Teeplantagen und Wäldern. Die perfekte Zeit hierherzukommen soll wohl die Regenzeit im Juni sein. Es regnet aktuell täglich, das muss in der Regenzeit dann wohl noch viel mehr sein. Für mich ist das eher nichts. Mir reicht, dass es jeden Tag ein bisschen regnet und die Sonne nicht immer nicht rauskommt. Lange und wärmere Klamotten sollte man auf jeden Fall mitnehmen. Abends oder wenn man nass wird, ist es recht frisch.

14695336_1157491934298555_6702820226953898133_n

14666279_1157748820939533_4948753468310367696_n

14572381_1157749047606177_5870121438020663895_n

14690956_1157749157606166_7734103025671544758_n

14606490_1157749340939481_8871857967503457852_n

14732217_1157749420939473_2151138832882367347_n

Wenn man Glück hat kann man sogar wilde Elefanten und Tiger sehen. Um Tiger zu sehen, muss man aber wirklich Glück haben… oder Pech, je nachdem, wie man es sieht. Dafür muss man tief in den Wald und die Erlaubnis bekommen selbst die Anwohner nur sehr selten. Ich werde auf jeden Fall zurück hierherkommen und beim nächsten Mal diese Tour machen. Das klingt wirklich spannend.

Wir wohnen in einem Cottage 10 km außerhalb der Stadt. Mit dem Tuc Tuc braucht man etwas bis in die Stadt zu kommen. Die Straßen liegen logischerweise in den Bergen und sind nicht die besten. Wir nutzen die Zeit hier zum Entspannen und genießen die Landschaft, die Natur und die Dschungel-Sounds 🙂

Das Dorf Munnar

In der Stadt ist es wie in jeder indischen Stadt, auch wenn Munnar relativ klein und eher ein Dorf ist. Es ist laut, es sind viele Menschen und in jedem Shop gibt es das gleiche. Hier in Munnar sind es Gewürze, Tee und hausgemachte Schokolade.

14681592_1157491270965288_8415093246534264783_n

14695362_1157491287631953_5720717636764552419_n

14666062_1157491354298613_4933323118943354989_n

14713641_1157491317631950_6876747759460280650_n

14705757_1157491470965268_971237298713775541_n

14691111_1157491437631938_5467819061132461378_n

14705757_1157491410965274_3577041220977392786_n

14717233_1157491390965276_5120419741604219454_n

14713801_1157491557631926_1832099243013003340_n

14641965_1157491574298591_6993877849514371985_n

14721629_1157491617631920_2125073027257191667_n

14650606_1157491677631914_253500658237748618_n

Die Menschen hier sind, wie in ganz Kerala, absolut toll. Viele sind katholisch und man sieht neben Tempeln auch viele Kirchen.

14680579_1157491207631961_1160030577792863492_n

Jeep Tour

Heute haben uns unsere Freunde mit dem Jeep die Umgebung gezeigt. Wirklich wunderschön!

14642058_1157749770939438_3343296304679797320_n

14717163_1157491787631903_3046706759763837695_n

14680516_1157491770965238_36816427075871635_n

14641922_1157491727631909_635427647507112807_n

14691080_1157491807631901_3369409020808500509_n

14718865_1157491824298566_4766595349059028264_n

14657424_1157492050965210_8450072723605396171_n

14695336_1157491934298555_6702820226953898133_n

14650482_1157491884298560_1686672442612976976_n

14680727_1157491850965230_1512704170807656531_n

14650053_1157491707631911_3216889879805892624_n

14650446_1157749554272793_8545276377804182954_n

14713669_1157749477606134_8349491524654442458_n

14691090_1157749594272789_2117557935783641876_n

 

Wilde Elefanten

Die ganze Zeit war mein Wunsch wilde Elefanten zu sehen. Man braucht ein wenig Glück. Und wir hatten richtig Glück. Wir haben eine ganze Elefantenfamilie gesehen. Mit drei Babyelefanten. Unglaublich toll! Nicht zu vergleichen mit den traurigen Elefanten in Gefangenschaft. Das bringt mich eher zum Heulen, wenn ich diese traurigen Riesen sehe. Allerdings hat man auch gemerkt, dass man richtig aufpassen muss. Wenn die Elefanten in einer Gruppe sind, sind sie eigentlich gechillt, außer sie haben Babys. Wir waren richtig nah dran. Als sie näherkamen, haben wir aber schon mal den Jeep in Fluchtrichtung um geparkt, um schnell weg zu kommen.

14732376_1157756240938791_1690831252932618981_n

14650219_1157740767607005_5251319003949603894_n

14724448_1157740867606995_6888671809748527023_n

14666142_1157741267606955_3503730682540095914_n

14681700_1157741780940237_2832212009012896150_n

14570485_1157741397606942_2012460922232566356_n

14725759_1157741497606932_5990127362379171759_n

14642490_1157741647606917_6404180628661334386_n

14729263_1157742027606879_9088604232293900549_n

14656351_1157742170940198_7579646928205039573_n

14606371_1157742417606840_2904202932171870633_n

14729349_1157742484273500_5117668348707049827_n

Es hat richtig Spaß gemacht den spielenden Babies zuzusehen:

 

Und plötzlich mussten wir die Flucht ergreifen:

 

Es war ein super schöner Tag! Ich habe mich riesig gefreut, dass wir die Elefanten sehen konnten. Ich hätte sie noch stundenlang beobachten können, wenn es nicht so gefährlich gewesen wäre.

This is my elephant face 😀

14705793_1157743887606693_4428761753142101048_n

Gewürz Plantage in Munnar

Kardamom, schwarzer Pfeffer, Kakao und Kaffee

14615622_1156235727757509_2991305937725330204_o

14559993_1156237117757370_2748509079817772483_o

Heute wurden wir von unserem Gastgeber auf seine Kardamom Plantage eingeladen. Ich wusste bevor ich nach Indien kam, nicht mal genau, was das überhaupt ist. Aber indisches Essen besteht aus so vielen Gewürzen, die wir nicht verwenden. Oder nur an Weihnachten zum Backen. Manchmal ist es etwas strange, wenn man das Hühnchen mit Weihnachten verbindet.

14715022_1156242151090200_3985759762635436045_o

In Indien werden viele verschiedene Gewürze angebaut. Kardamom ist eines davon.

Die Pflanze braucht zwei Jahre bis sie Ertrag abwirft. Dann kann man alle vier Monate den Kardamom ernten.

14753365_1156256347755447_1751433175629110310_o

Der Kardamom kostet 15 Dollar pro Kilo.

Heute wurde die Ernte zum Trocknen in das Gebäude gebracht. Insgesamt 300 Kilo. Der Raum wird mit Rauch in Stahlrohren geheizt. Es war so warm, wie in einer finnischen Sauna. Sehr angenehm in dem Moment. Denn hier sind nur 20 Grad und ich friere 🙂 Es hat so unglaublich gut gerochen in dem Haus.

14589922_1156230771091338_5628301399888189226_o

14567428_1156261771088238_6267541586697224910_o

14559995_1156262084421540_8899937640547513414_o

14559946_1156261434421605_8495146533025777580_o

Hier regnet es jeden Tag und die Luft ist feucht. Adam hatte die tolle Idee seine Klamotten zu waschen. Die wären hier draußen niemals trocken  geworden. Der Kardamom Raum ist auch perfekt zum Wäschetrocknen. Adams Sachen werden auf jeden Fall gut riechen danach 😉

14680993_1156249864422762_5077589123032597858_o

Der Kardamom braucht 24 Stunden, bis er trocken ist. Danach wird er verarbeitet und verkauft.

14615568_1156255727755509_9086615357842318715_o

14711217_1156257681088647_2937887615525667565_o  14691918_1156257134422035_7819790613540768239_o

14691439_1156258494421899_8681578504753390395_o  14615774_1156244754423273_5409228470188836613_o

Die günstige Schale wird manchmal für Masala verwendet. Eigentlich ist es das Abfallprodukt.

14680875_1156257994421949_1120864032830145452_o

Und auch die Blüten schmecken sehr gut und würzig.

14714832_1156251661089249_6568205883271234603_o

Kardamom ist das Hauptprodukt, was auf der Plantage angebaut wird. Zwischen den Pflanzen wachsen aber auch schwarzer Pfeffer, Kakao, Nelken und Vanille.

Schwarzer Pfeffer:

14712910_1156240831090332_6597060020523643752_o 14712746_1156241321090283_1111588876927175742_o

Kakao:

14680682_1156297271084688_2790993077754594145_n

Kaffee:

14712776_1156236237757458_3554206161737337545_o

Nelken:

14711490_1156233724424376_6945464048707353300_o

Es war auf jeden Fall interessant zu sehen, wie die Gewürze angebaut werden. Vieles kennt man nur fertig verarbeitet und macht sich darüber keine Gedanken.

In Indonesien war ich zum Beispiel total überrascht, dass Erdnüsse in der Erde wachsen. Macht Sinn. Da habe ich nie drüber nachgedacht. Deshalb heißen die wohl Erdnüsse 😛

14715082_1156247324423016_1732298013765651979_o

Und Erdbeeren von der 50 km entfernten Plantage haben wir auch noch bekommen, weil wir uns über das chemische Erdbeerpulver in den Milchshakes beschwert haben  🙂

14700899_1156314324416316_3952800582387124723_o