Alleine reisen


Alleine reisen – und doch nie allein

– was mir am alleine Reisen gefällt, worauf man achten sollte

…. und warum jeder mal alleine Reisen sollte

 

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Als ich mich dazu entschieden habe, in Deutschland vorerst alles aufzugeben und meinen Traum von der Weltreise zu verwirklichen, war die erste Frage von Freunden und Bekannten immer: Ganz alleine?

Ja, ganz alleine. Tatsächlich war es auch für mich meine erste Reise, die ich ganz alleine gestartet habe, aber jetzt weiß ich:

Alleine reisen – alles halb so wild

Was viele davon abhält sind wahrscheinlich Horrorgeschichten, wie im Film Hostel oder die Tatsache, dass man eben ganz alleine ist und Angst hat, keine Freunde zu finden.

Natürlich sollte man, wenn man alleine reist, besonders vorsichtig sein. Hier in Indonesien, habe ich noch keine schlechte Erfahrung gemacht. Die Leute sind sehr hilfsbereit, super freundlich und Freunde findet man schnell. Ob Backpacker, Touristen, Weltreisende oder Locals. Alleine ist man nie, wenn man es nicht möchte.

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Ich persönlich, habe schnell Gefallen am alleine sein gefunden. Am Anfang war es etwas ungewohnt, aber jetzt weiß ich es zu schätzen. Ich liebe die Ruhe, die jetzt habe. Besonders hier auf Gili Meno, wo man richtig entspannen kann. Die Möglichkeiten sind begrenzt und es ist wenig los. Perfekt! Auch zum Arbeiten.

Was für mich die Vorteile am Alleine reisen sind:

  • Ich bin absolut flexibel und frei
  • Ich komme auch ohne wirklichen Plan, immer ans Ziel
  • Ich muss mich nach niemandem richten und plane jeden Tag spontan, wie ich möchte
  • Ich habe gelernt, die Stille zu Genießen
  • Ich habe viel über mich gelernt
  • Ich lerne viel leichter und schneller Menschen kennen

Das waren jetzt ganz schön viele “Ichs”, aber beim Thema alleine Reisen gar nicht so verkehrt. 😉

Man trifft sehr schnell auf Menschen und ist eigentlich nie alleine. Oft muss man nicht mal den ersten Schritt machen, aber wenn man ein paar Tage hinter sich hat, ist auch diese Schüchternheit oder Zurückhaltung vergessen.

Man kommt sehr schnell ins Gespräch, dazu braucht nicht mehr als ein “Hi, how are you?” oder “Where are you from?”

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Man hat ja nichts zu verlieren.

Schnell hat man sich ein paar Brocken der Landessprache angeeignet und kommt auch mit den Locals ins Gespräch. Es kommt immer gut an, wenn man sich bemüht und den Einheimischen damit sein Interesse und seine Freundschaft signalisiert.

Heutzutage gibt es so viele Netzwerke oder Gruppen auf Facebook, dass man gar nicht alleine sein muss. Man muss nicht mehr altmodisch abends in eine Disco oder eine Bar gehen. Man kann man im Hostel schlafen, sich über ein Couchsurfing einen Schlafplatz suchen oder sich in den vielen Gruppen auf Facebook verabreden.

Mit ein bisschen Menschenkenntnis kommt relativ gefahrlos über die Runden. Natürlich besteht immer ein bisschen Risiko, aber das hat man überall und auch, wenn man zu mehreren unterwegs ist.

Ich buche zum Beispiel meine Unterkunft nie länger als zwei Tage im Voraus. Ich schaue mir die Räume oder Bungalows an, finde heraus, ob ich mich wohl fühle und ob das Personal nett ist.

Wenn ich mich wohl fühle, verlängere ich meinen Aufenthalt oder suche mir vor Ort ein Zimmer, was mir besser gefällt.

Anfangs hatte ich Probleme mit Insekten oder sonstigen Kriechtieren, die öfter mal im Badezimmer anzutreffen sind, aber das überwindet man schnell.

Hier auf Gili Meno empfiehlt es sich auf jeden Fall eine Taschenlampe dabei zu haben. Denn hier gibt es nicht nur keine Autos oder feste Straßen, sondern auch nur sehr wenig Straßenlaternen. Ich habe mich schon öfter mal gewundert, dass einige Straßen tatsächlich in Google Maps verzeichnet sind. Da es hier schnell dunkel wird, und ich es vermeiden möchte auf einen Waran oder eine Schlange zu treffen, habe ich immer eine Taschenlampe dabei.

Ich sage nie am Anfang des Gesprächs, dass ich alleine unterwegs bin. So hat man immer die Möglichkeit aus unangenehmen Situationen zu entkommen.

Was ein bisschen nervt ist, dass ich jetzt langsam auch zum Selfie Profi werde und immer mit einem Selfie Stick rumrenne 🙂

Für mich war der Schritt alleine loszuziehen die richtige Entscheidung. Ich glaube, ich werde noch viel lernen. Es ist schön, auf ich alleine gestellt zu sein.

Ich habe in der kurzen Zeit schon so viel gesehen und erlebt. Begonnen habe ich einen Tag später, da der Pilot in Frankfurt nicht starten konnte, weil er zu betrunken war, in Singapur wurde ich festgenommen, wegen Pfefferspray und ich habe den Vulkan Rinjani bestiegen. Alles habe ich alleine gemacht und es wirklich ein tolles Gefühl.

Ich kann jedem nur empfehlen, das alleine Reisen mal auszuprobieren!

Sich im Vorfeld abzusichern und ein paar Dinge zu überlegen, die einem unterwegs hilfreich sind, macht auf jeden Fall Sinn. Man sollte sich auf gar keinen Fall zu sehr verrückt machen und jede Gefahr, die einem in einem Gespräch erzählt wird, zu ernst nehmen. Es ist viel schöner sich vor Ort ein eigenes Bild zu machen, offen zu sein für alles, was kommt und die Zeit zu genießen!

Alleine reisen entspannt und man findet sehr schnell zu sich selbst!

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